Auszüge aus Stellungnahmen unserer Autoren

Volker Braun
»Dieses zutrauende Interesse [Siegfried Unselds], das ganz der Arbeit und Wirkung des Autors gilt, ist auch Ulla Unseld-Berkéwicz als Verlegerin eigen. Es ist, meine ich, das Kerngeschäft des Verlags, die einzig relevante Betriebsgröße und Berechnungsgrundlage der kulturellen Leistung.«
SPIEGEL online, 18.12.2012

Hans Magnus Enzensberger
»Was ich mit Bestimmtheit sagen kann, ist, dass Ulla Berkéwicz mit Autoren umgehen kann und dass sie ein Programm auf die Beine gestellt hat, das sich sehen lassen kann. Sie hat den Verlag der Weltreligionen gegründet, neue Schriftsteller gewonnen, eine neue Wissenschaftsreihe und eine neue Filmedition herausgebracht. Und das ist noch lange nicht alles.«
DIE ZEIT 13.12.2012

Werner Fritsch
»Der Suhrkamp-Verlag ist ja immer noch ein Kristall, Gedanken zu bündeln und zum Leuchten zu bringen, die seit Jahrzehnten die geistige Landschaft – im Sinne der Sonne als Symbol der Aufklärung – erhellen und der deutschen Kultur insgesamt wieder Geist und Gedächtnis zurückgeben.«

Der neue Tag, 21.12.2012

Durs Grünbein
»Das ist ein großes Traditionshaus mit einer großen literarischen Vergangenheit. Es ist ein allgemeines Kulturgut in der Tat. Es ist auch einer der wenigen unabhängigen Verlage bislang noch, der noch nicht von einem noch größeren Haus schon längst geschluckt wurde. Erhalten werden muss dieser Verlag.«
Deutschlandfunk 11.12.2012

»Ein Wort wie »Suhrkamp-Kultur« bedeutet wenig, sieht man dahinter nicht die Arbeit von Lektoren, Lizenzhändlern, Herausgebern und Verlagsleitern, deren Gemeinsames es ist, dass sie geistigen Idealen verpflichten sind. […] Es geht um die gute Sache – die der Leser und die der Autoren.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2012

Jürgen Habermas
»Es ist ein kulturelles Gebilde, das über 60 Jahre die alte Bundesrepublik stark beeinflusst hat. Von welchem Verlag kann man das schon behaupten?«
Rheinische Post online/dpa, 13.12.2012

Peter Handke
»Ich würde viel dafür tun, damit der Verlag diese Situation übersteht. Man sollte sich zusammentun, die gutwilligen Menschen […] Ich wäre bereit, mit hunderttausend Euro den Anfang zu machen.«
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2012

»Das Suhrkamp-Haus, das Haus Siegfried Unseld ist für mich, immer noch und heute grundfester denn je, das deutschsprachige Haus des Geistes […].«
DIE ZEIT, 19.12.2012

Alexander Kluge
»[…] als Autor fühle ich mich vor allem als Patriot des Verlages, der gute Arbeit leistet. Das gilt vor allem für das Lektorat, das hier versammelt ist. Ein Verlag wie Suhrkamp ist ein Lebewesen wie ein Korallenriff: wunderschön, aber immer bedroht.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2012

Sibylle Lewitscharoff
»Entsetzliche Vorstellung, daß dem Suhrkamp-Verlag in seiner jetzigen Form etwas zustoßen könnte! Bei dem Verlag habe ich nun endlich meine Heimat gefunden. Das Programm ist exzellent. Frau Unseld-Berkéwicz ist mir von Anfang an als intelligente, generöse Verlegerin begegnet – herzlich, gewitzt, sehr aufgeschlossen für meine Anliegen. Die Betreuung im Verlag ist erstklassig. […] Und nicht zu vergessen: der Verlag vermarktet meine Bücher hervorragend. […] Sollte es zum Schlimmsten kommen, reiße ich sofort aus.«
Süddeutsche Zeitung 15.12.2012

Andreas Maier
»Was hat das alles mit Suhrkamp zu tun? Ich habe eine geradezu körperliche Abneigung gegen Leute, die sich einkaufen und vor Gerichten irgendwelche Dinge erstreiten wollen.«
boersenblatt.net, 10.12.2012

Friederike Mayröcker
»Sie [Ulla Unseld-Berkéwicz] hat es vermocht, einen strahlenden Verlag strahlender weiterzuführen: den bedeutendsten Verlag der westlichen Welt.«
SPIEGEL online, 18.12.2012

Thomas Meinecke
»Der Suhrkamp-Verlag ist ein besonderer Verlag, und alle, die ihre Bücher dort veröffentlichen, wissen die gediegene Note, die mit seiner Ausnahmestellung verbunden ist, auch den anachronistischen Zug, der mit einer solchen klassischen Verlagspolitik heute verbunden ist, zu schätzen. Ich empfand Ulla Berkéwicz nach dem Tod Siegfried Unselds sehr bald als die geeignete Nachfolgerin in der Verlagsleitung und habe sie damals auch ermuntert, diese Stellung einzunehmen. […] Daher diese meine Solidaritätserklärung: Ich möchte meine Bücher gern weiterhin unter der bisherigen Leitung des Suhrkamp-Verlags, Ulla Berkéwicz, Jonathan Landgrebe und Thomas Sparr, veröffentlichen.«
SPIEGEL online, 18.12.2012

Albert Ostermaier
»Je öfter und länger man Suhrkamp totsagt, desto lebendiger wird im Gegenteil der Verlag.«
Süddeutsche Zeitung, 7.12.2012

Thomas Rosenlöcher
»Wie kein anderer Verlag ist Suhrkamp sowohl Wissen um das Woher als auch Frage nach dem Wohin.«
SPIEGEL online, 18.12.2012

Judith Schalansky
»Es gibt kein anderes Haus, erst recht nicht in dieser Größenordnung, das sich ein so gutes, eigensinnig schillerndes und wichtiges Programm leistet. In den letzten Tagen war viel von Eigentum die Rede. Tatsache ist, dass ich – wann immer ich mit dem Verlag, mit seiner Leitung und seinen Mitarbeitern zu tun habe – stets das befriedigende Gefühl vermittelt bekomme, dass der Verlag vor allem uns Autorinnen und Autoren gehört. Natürlich ist Suhrkamp ein Mythos, aber ein quicklebendiger.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2012

Uwe Tellkamp
»Die Entwicklung ist bestürzend... Ich unterstütze die aktuelle Geschäftsleitung. Es sollte keine neue bestellt werden. In einem Verlag, dessen Betreiber Barlach sagt, daß man keine neuen Bücher zu machen braucht, sondern nur die Backlist ausquetschen solle, möchte ich nicht sein.«
in Auszügen auch in FOCUS 17.12.2012

Stephan Thome
»Ich bin ganz auf Seiten des Verlags. Suhrkamp muß Suhrkamp bleiben.«
boersenblatt.net, 10.12.2012

»Was auch immer die Rede von der Suhrkamp-Kultur im großen Ganzen der deutschen Nachkriegsgeschichte bedeutet, verlagsintern hat sie einen präzisen Sinn: Es geht um Bücher und um die, die sie schreiben. […] solange es Leser gibt, die verstehen, dass der Respekt des Verlags gegenüber den Autoren am Ende auch ihnen gilt – weil jemandem hohe Ansprüche zu unterstellen, eine Form von Respekt ist –, so lange kann man überleben. Und glücklich macht es, wenn es gelingt, nicht nur den Autor.«
Der Spiegel 51/2012, 17.12.2012

 

Suhrkamp-Autoren beziehen Stellung

Mehr als siebzig Autoren und Erben melden sich mit einem Appell zu Wort.

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Suhrkamp-Autoren fordern gütliche Lösung

166 Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzer im Wissenschaftsprogramm des Suhrkamp Verlages haben einen Appell formuliert.
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Suhrkamp-Autoren im Interview

Im Streit um die Zukunft des Suhrkamp-Verlags hat 3sat-Kulturzeit verschiedene Autoren des Verlags gefragt, ob sie einen Vorschlag haben, wie dem Verlag zu helfen sei. Darunter Adolf Muschg, Durs Grünbein, Christoph Hein und Judith Schalansky.

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