Alexander Kluge

Alexander Kluge
© Markus Kirchgessner

Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Jurist und Filmemacher; als sein wichtigstes Werk aber sieht er seine Bücher. »Wenn ich im Jahre 2015 schreibe, liegen die kommenden fünfzehn Jahre unseres Jahrhunderts schon vor meinen Augen. Insgesamt ergibt sich damit, da ich 1932 geboren wurde, eine Chronik über rund hundert Jahre.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Theodor-W.-Adorno-Preis und zuletzt, 2014, den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

»Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, ...

Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Jurist und Filmemacher; als sein wichtigstes Werk aber sieht er seine Bücher. »Wenn ich im Jahre 2015 schreibe, liegen die kommenden fünfzehn Jahre unseres Jahrhunderts schon vor meinen Augen. Insgesamt ergibt sich damit, da ich 1932 geboren wurde, eine Chronik über rund hundert Jahre.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Theodor-W.-Adorno-Preis und zuletzt, 2014, den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

»Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.«
Alexander Kluge (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

Preise

Journalist des Jahres 2016

07.02.2017

Alexander Kluge wurde für sein Lebenswerk als »Journalist des Jahres 2016« ausgezeichnet. Der Preis wird alljährlich vom Medium Magazin vergeben.

Heine-Preis 2014

20.10.2014

Alexander Kluge wird mit dem Heine-Preis 2014 der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der Heine-Preis zählt zu den bedeutendsten Literatur- und Persönlichkeitspreisen in Deutschland und wird seit 1972 verliehen; er ist mit 50.000 Euro dotiert und nimmt damit einen Spitzenplatz im deutschsprachigen Raum ein.

Deutscher Hörbuch Preis 2010

09.02.2010

Das Hörbuch »Chronik der Gefühle« von Alexander Kluge hat den Deutschen Hörbuch Preis 2010 gewonnen. Im gleichnamigen Buch veröffentlicht Kluge sämtliche seiner seit 1962 erschienenen Erzählungen. Die Jury lobt die Produktion des Bayerischen Rundfunks als »faszinierende Enzyklopädie der Empfindungen unserer Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit«. Der Preis wird im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des internationalen Kölner Literaturfestes lit.COLOGNE verliehen.

Adolf-Grimme-Preis 2010

04.02.2010

Alexander Kluge erhält den Adolf-Grimme-Preis für Qualitätsfernsehen. Kluge sei »ein Universalgenie und Intellektueller«, so Ulrich Aengenvoort, der Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. »Er hat abendfüllende Spielfilme gedreht, Kulturprogramme geprägt und neue Fernsehformate kreiert.« Für den undotierten Medienpreis sind insgesamt 52 Fernsehproduktionen nominiert.

Adorno-Preis 2009

11.09.2009

Der Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge wird mit dem Adorno-Preis 2009 der Stadt Frankfurt geehrt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Jury würdigte den 1932 in Halberstadt geborenen Kluge als einen »herausragenden Schriftsteller, Filmemacher und Theoretiker der Gegenwart«. Kluge habe sich immer zur Kritischen Theorie der Frankfurter Schule bekannt und sei ein »Meister der Grenzgänge in verschiedenen Genres«. Die Stadt Frankfurt verleiht den Theodor-W.-Adorno-Preis seit 1977 alle drei Jahre an Adornos Geburtstag.

Deutscher Filmpreis (Ehrenpreis) 2008
Großes Bundesverdienstkreuz 2007
Filmpreis der Stadt Hof (Internationale Hofer Filmtage) 2006
Georg-Büchner-Preis 2003
Lessing-Preis für Kritik 2002
Bremer Literaturpreis 2001
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis (zus. mit Günther Gaus und Gerd Ruge) 2001
Ricarda-Huch-Preis 1996
Heinrich-Böll-Preis für Literatur der Stadt Köln 1993
Lessing-Preis der Stadt Hamburg (verliehen 1990) 1989
Deutscher Filmpreis: Filmband in Silber für "Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit 1986
Kultureller Ehrenpreis der Stadt München 1986
Kleist-Preis 1985
FIPRESCI-Preis in Cannes für "Macht der Gefühle" 1983
Internationale Filmfestspiele Venedig: Goldener Löwe für das Gesamtwerk 1982
FIPRESCI-Preis in Cannes für "Der starke Ferdinand" 1981
Deutscher Filmpreis: Filmband in Silber für "Die Patriotin" 1979
Fontane-Preis (Berliner Kunstpreis) 1979
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen 1979
Deutscher Filmpreis: Filmband in Gold für "Deutschland im Herbst" 1978
Deutscher Filmpreis: Filmband in Gold für "In Gefahr und größter Not" 1975
Internationale Filmfestspiele Venedig: Goldener Löwe für "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" 1968
Literaturpreis Isola d'Elba 1967
Internationale Filmfestspiele Venedig: Silberner Löwe für "Abschied von Gestern" 1966