Dezsö Kosztolányi, 1885 in Szabadka, heute Subotica/Serbien, geboren, studierte in Budapest und Wien, begann für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten, darunter
für den
Nyugat (Westen), das bedeutendste Forum der literarischen Moderne in Ungarn. Seit 1907 erschienen in rascher Folge Gedicht- und Novellenbände.
Er bereiste Italien, Deutschland, Frankreich, machte die Bekanntschaft Thomas Manns, beschäftigte sich mit dem Werk von Sigmund Freud. Mit den Romanen
Lerche (1924) und
Anna Édes (1926), die sofort ins Deutsche übersetzt wurden, gelang ihm der Durchbruch. Kosztolányi, ...
Dezsö Kosztolányi, 1885 in Szabadka, heute Subotica/Serbien, geboren, studierte in Budapest und Wien, begann für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten, darunter
für den Nyugat (Westen), das bedeutendste Forum der literarischen Moderne in Ungarn. Seit 1907 erschienen in rascher Folge Gedicht- und Novellenbände.
Er bereiste Italien, Deutschland, Frankreich, machte die Bekanntschaft Thomas Manns, beschäftigte sich mit dem Werk von Sigmund Freud. Mit den Romanen Lerche (1924) und Anna Édes (1926), die sofort ins Deutsche übersetzt wurden, gelang ihm der Durchbruch. Kosztolányi, der auch als Ubersetzer tätig war (Shakespeare, Wilde,
Goethe, Büchner), wurde Ende 1930 zum Präsidenten des ungarischen PEN-Club gewählt. 1933 erschien der Novellenzyklus Kornél Esti (dt. 2004 und 2006).
Kosztolányi, von Peter Esterhazy als »größter ungarischer Schriftsteller« gewürdigt, starb 1936 in Budapest.