Mirjam Pressler

Mirjam Pressler, geboren 1940 in Darmstadt, ist eine der namhaftesten Übersetzerinnen des Hebräischen. Sie hat Werke von Aharon Appelfeld, Lizzie Doron, Batya Gur und David Grossman übersetzt. Ihre große, sprachlich wie literarisch weite Erfahrung ist von größtem Wert auch für die Erschließung der israelischen Lebenswelt, wie Amos Oz sie überliefert.

Preise

Literaturpreis der Landeshauptstadt München 2017

24.03.2017

Mirjam Pressler erhält den Literaturpreis der Landeshauptstadt München 2017 für ihr Gesamtwerk. In der Jury-Begründung heißt es: » ... Sie baut Brücken zwischen den Generationen und Kulturen, zwischen uns und unserer Geschichte ... Und sie übersetzt. Von einer Sprache in die andere – Hebräisch, Niederländisch, Englisch, Afrikaans – von einer Kultur in die andere, bis zum Abgrund des Holocaust.« Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre vergeben.

Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2015

29.06.2015

Amos Oz und Mirjam Pressler werden für den Roman Judas mit dem Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2015 ausgezeichnet.
In der Begründung der Jury heißt es: »Der Roman Judas stellt die Frage nach dem Verhältnis von Judentum und Christentum anhand der biblischen Judas-Figur neu. Er verknüpft die Problematik des Verrats mit den realpolitischen Geschehnissen in der Gründungsphase des Staates Israel und im andauernden Nahostkonflikt. Das Geheimnis des Buches ist die Darstellung der Stimmungen zwischen den Konfliktparteien, gespiegelt in den Gesprächen zwischen den drei Protagonisten. Mirjam Pressler gelingt mit der deutschen Übersetzung eine feine Nuancierung des Atmosphärischen, das dieses kluge und mehrschichtig konstruierte Werk durchwirkt und trägt.«

Der Preis ist mit 25.000 Euro für den Autor und 10.000 Euro für die Übersetzerin dotiert.

Preis der Leipziger Buchmesse 2015

12.03.2015

Für die Übersetzung von Amos Oz' Judas erhält Mirjam Pressler den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse.

In der Begründung der Jury heißt es: »Mit kunstvoller Zurückhaltung trifft Mirjam Pressler den Ton dieses großen Erzählers und macht seine schroffe Wärme auch auf Deutsch spürbar ... Zugleich hat Mirjam Pressler einen Ton gefunden, der sowohl das Kammerspielartige dieses Romans transportiert wie die großen Geschichten, die in ihm stecken.« Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert.