Samuel Beckett

Samuel Beckett
© Jerry Bauer
100. Geburtstag 2006

»Samuel Barclay Beckett, der einer der bedeutendsten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts werden sollte, wurde am Karfreitag, 13. April 1906, im Hause Cooldrinagh in Foxrock, Kreis Dublin, geboren.« So leitet der mit dem Autor befreundete Biograph das spannende und detailgetreue Porträt von dessen Leben und Werk ein - »die definitive Biographie «, aus der »selbst der Kenner … noch viel Neues« (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erfährt.

Relativ spät, 1953, mit der Uraufführung von Warten auf Godot, wird Samuel Beckett  der literarischen Öffentlichkeit bekannt - danach beim allgemeinen Publikum berühmt. Als er, der 1969 die Annahme des Nobel-Preises für Literatur verweigert, am 22. Dezember 1989 in Paris stirbt, gilt er unbestritten als der große Erneuerer der Literatur, dessen Prosa und Theater stetiger, neuartiger Lektüren und Aufführungsformen bedarf und ermöglicht. Der Beginn der Beziehung zwischen dem Suhrkamp Verlag und Samuel Beckett läßt sich genau fixieren: Im Februar 1953 trifft er Peter Suhrkamp nach einer Aufführung von Warten auf Godot am Théâtre de Babylon in Paris, im Herbst desselben Jahres erscheint das Stück - in der Übersetzung von Elmar Tophoven - im Suhrkamp Verlag. Seitdem wird das gesamte Werk im Verlag veröffentlicht: Zwei Gesamtausgaben, mehrere Sammlungen und über fünfzig Einzelpublikationen sind ab diesem Zeitpunkt erschienen. Siegfried Unseld berichtet von einer frühen Begegnung zwischen Samuel Beckett, Theodor W. Adorno und ihm Ende Februar 1961 bei einem Suhrkamp-Verlagsabend in Frankfurt - selbstverständlich ist sie zur Gänze in der Biographie nachzulesen: »Am Abend hielt Adorno seine Rede und wies natürlich auf die Herleitung des ›Hamm‹ von ›Hamlet‹ hin. Beckett hörte sich das geduldig an. Doch danach flüsterte er mir ins Ohr: ›Das ist der Fortschritt der Wissenschaft, daß die Professoren mit ihren Irrtümern weitermachen können.‹«

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100. Geburtstag 2006

»Samuel Barclay Beckett, der einer der bedeutendsten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts werden sollte, wurde am Karfreitag, 13. April 1906, im Hause Cooldrinagh in Foxrock, Kreis Dublin, geboren.« So leitet der mit dem Autor befreundete Biograph das spannende und detailgetreue Porträt von dessen Leben und Werk ein – »die definitive Biographie «, aus der »selbst der Kenner … noch viel Neues« (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erfährt.

Relativ spät, 1953, mit der Uraufführung von Warten auf Godot, wird Samuel Beckett  der literarischen Öffentlichkeit bekannt – danach beim allgemeinen Publikum berühmt. Als er, der 1969 die Annahme des Nobel-Preises für Literatur verweigert, am 22. Dezember 1989 in Paris stirbt, gilt er unbestritten als der große Erneuerer der Literatur, dessen Prosa und Theater stetiger, neuartiger Lektüren und Aufführungsformen bedarf und ermöglicht. Der Beginn der Beziehung zwischen dem Suhrkamp Verlag und Samuel Beckett läßt sich genau fixieren: Im Februar 1953 trifft er Peter Suhrkamp nach einer Aufführung von Warten auf Godot am Théâtre de Babylon in Paris, im Herbst desselben Jahres erscheint das Stück – in der Übersetzung von Elmar Tophoven – im Suhrkamp Verlag. Seitdem wird das gesamte Werk im Verlag veröffentlicht: Zwei Gesamtausgaben, mehrere Sammlungen und über fünfzig Einzelpublikationen sind ab diesem Zeitpunkt erschienen. Siegfried Unseld berichtet von einer frühen Begegnung zwischen Samuel Beckett, Theodor W. Adorno und ihm Ende Februar 1961 bei einem Suhrkamp-Verlagsabend in Frankfurt – selbstverständlich ist sie zur Gänze in der Biographie nachzulesen: »Am Abend hielt Adorno seine Rede und wies natürlich auf die Herleitung des ›Hamm‹ von ›Hamlet‹ hin. Beckett hörte sich das geduldig an. Doch danach flüsterte er mir ins Ohr: ›Das ist der Fortschritt der Wissenschaft, daß die Professoren mit ihren Irrtümern weitermachen können.‹«