Sasha Marianna Salzmann

Sasha Marianna Salzmann
© Heike Steinweg

Sasha Marianna Salzmann studierte Literatur/Theater/Medien an der Universität Hildesheim sowie Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Sie ist Theaterautorin, Essayistin und Dramaturgin und war Mitbegründerin des Kultur- und Gesellschaftsmagazins freitext. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist sie Hausautorin am Maxim Gorki Theater Berlin und war dort bis 2015 Künstlerische Leiterin des Studio Я. Ihre Theaterstücke werden international aufgeführt und sind mehrfach ausgezeichnet. Außer sich ist ihr Debütroman.

Preise

Mara-Cassens-Preis 2017

30.11.2017

Mit ihrem Roman Außer sich, 2017 bei Suhrkamp erschienen, gewinnt Sasha Marianna Salzmann den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg.

In der Begründung der Jury heißt es: »Sasha Marianna Salzmann hat mit Außer sich ein in tiefster Weise provozierendes Romandebüt vorgelegt, das im besten Sinne anstrengend zu lesen ist. Dabei entwickelt es eine Dringlichkeit und ein Tempo, denen sich zu entziehen kaum möglich ist. Mit erfrischender Dreistigkeit stellt die junge Autorin alles, was immer klar zu sein schien, infrage. Virtuos jagt sie ihre Hauptfigur durch Istanbul und ein Kaleidoskop zwischenmenschlicher Beziehungen, in dem sich Lebens- und Identitätsbruchstücke Seite für Seite aus bunten Bausteinen immer neu zusammensetzen lassen. Bilder ohne jegliches Idyll und Klischee entstehen. Auch in den Rückblenden lässt sie den Leser spüren, dass die Fetzen, aus denen Erinnerung besteht, nie ein verlässliches Ganzes ergeben werden. Sasha Marianna Salzmann gewährt ihrer Protagonistin große innere Freiheit und Lust am Leben. Der Roman bringt den Leser dazu, eindeutige Kategorien zu verwerfen. Vielschichtig, abgründig, unangepasst, mutig. Von dieser Buchautorin würden wir gerne mehr hören.«

Der Mara-Cassens-Preis, der seit 1970 verliehen wird, ist mit 15.000 Euro der höchstdotierte Preis für einen deutschsprachigen Debütroman. Er ist der einzige Literaturpreis, der von einer Leserjury vergeben wird. 15 Mitglieder des Literaturhaus e.V. bilden die ehrenamtliche Jury. Der Preis soll Autorinnen und Autoren ermöglichen, »sich für eine gewisse Zeit ganz dem Schreiben zu widmen«, so der Wunsch der im August 2015 verstorbenen Stifterin.

aspekte-Literaturpreis (Shortlist) 2017

15.09.2017

Sasha Marianna Salzmann steht mit ihrem Roman Außer sich auf der Shortlist des aspekte-Literaturpreises 2017. Die Auszeichnung wird seit 1979 jährlich vergeben und ehrt das beste deutschsprachige Prosa-Debüt des Jahres. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Deutscher Buchpreis (Shortlist) 2017

12.09.2017

Außer sich von Sasha Marianna Salzmann steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017.

Im Kommentar der Jury heißt es dazu: »Ein Debütroman mit großer sprachlicher und dramaturgischer Kraft: Vom postsowjetischen Moskau über ein Asylheim in der westdeutschen Provinz bis in ins heutige Istanbul, erzählt Sasha Marianna Salzmann von den Umbrüchen und der Verbundenheit der Flüchtlingsfamilie Tschepanow. Vor allem erzählt sie aber sicher, perspektivenreich, humorvoll und mit großer Unbedingtheit von der jungen Generation dieser Heimat-Wanderer, die um die eigene Identität kämpft: sprachlich, politisch und sexuell. Für die persönlichen Träume dieser weltumspannenden Generation dekliniert sie das Scheitern an der Realität mit einem faszinierend eigenen Ton wieder neu. Europa wird in diesem Buch größer, es wird aber noch keine Heimat.«

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen »Roman des Jahres« aus. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert.

Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2017

11.08.2017

Sasha Marianna Salzmann erhält den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2017 für ihren Roman Außer sich. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert.

In der Begründung der Jury heißt es: »Salzmann erzählt buchstäblich Außer sich, stets auf der Grenze ihres Körpers, ihrer Sprache, ihrer Gefühle und Wahrnehmungen. Ihr Debütroman ist eine so gewagte wie gelungene Gratwanderung zwischen kulturellen und geschlechtlichen Identitäten. Gleichzeitig folgt ihr Roman den assoziativen Gesetzen der Erinnerung. Auf diese Weise entsteht ein facettenreiches Generationspanorama von der Sowjetunion im 20. Jahrhundert bis ins Europa der Gegenwart.«