Uwe Tellkamp

Uwe Tellkamp
© Brigitte Friedrich

Uwe Tellkamp wurde 1968 in Dresden geboren. Nach seinem Wehrdienst in der NVA verliert er wegen »politischer Unzuverlässigkeit« seinen Medizinstudienplatz, wird 1989 im Zuge der Wende inhaftiert und setzt danach sein Studium in Leipzig, New York und Dresden fort. Nach seinem akademischen Abschluß arbeitete er als Arzt in einer unfallchirurgischen Klinik in Dresden. Derzeit lebt er als Schriftsteller in Dresden.

Bislang sind von ihm erschienen: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café  und Der Eisvogel. Für seinen Roman Der Turm, seinem ersten Buch im Suhrkamp Verlag, erhielt er 2008 den Deutschen Buchpreis.

Alle Kommentare

Für mich ist "Der Eisvogel" nach wie vor sein beeindruckendster Roman. Ich habe mich damals nur über die teilweise unsachliche Kritik gewundert. Es ist doch vollkommen absurd, einem Autor zu unterstellen, er sei politisch rechts, weil sein Roman im rechten Milieu spielt (das gleiche Schicksal wie der Roman "Bauchschmerzen" von Gottschalk im letzten Jahr). Ich freue mich für Tellkamp, dass seine Werke heute angemessen gewürdigt werden.
Gerd Neumann, 20.01.2010
Ich habe mich sehr über das Erscheinen des Buches gefreut, denn meine persönliche Familiengeschichte trägt ähnliche Züge. Sie ist mindestens genauso spannungsgeladen, spielt jedoch zehn Jahre früher im 11-Geschosser, welcher ja gewissermaßen auch ein Turm ist. Ich könnte mir gut eine Fortsetzung des Turmes vorstellen. Der Schwerpunkt sollte jedoch in der Gegenwart liegen! Zehn Jahre nach der Wende erhält die Familie unverhofft eine Villa in Dresden zurück. In der aufkommenden Wirtschaftskrise entfacht sich ein Streit um die Zukunft der Immobilie. Was geschieht mit den Menschen? Was denken die einzelnen Personen verschiedener Generationen über Bildung, Eigentum, Geld usw. und wie bestimmt dies ihr Handeln?
Hering, Dagmar, 26.05.2009

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