Uwe Tellkamp

Uwe Tellkamp
© Brigitte Friedrich

Uwe Tellkamp wurde 1968 in Dresden geboren. Nach seinem Wehrdienst in der NVA verliert er wegen »politischer Unzuverlässigkeit« seinen Medizinstudienplatz, wird 1989 im Zuge der Wende inhaftiert und setzt danach sein Studium in Leipzig, New York und Dresden fort. Nach seinem akademischen Abschluß arbeitete er als Arzt in einer unfallchirurgischen Klinik in Dresden. Derzeit lebt er als Schriftsteller in Dresden.

Bislang sind von ihm erschienen: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café  und Der Eisvogel. Für seinen Roman Der Turm, seinem ersten Buch im Suhrkamp Verlag, erhielt er 2008 den Deutschen Buchpreis.

Preise

Kulturpreis der deutschen Freimaurer 2017

10.05.2017

Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland verleiht ihren Kulturpreis an den Lyriker und Schriftsteller Uwe Tellkamp. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt dessen besondere Verdienste und sein herausragendes literarisches Wirken als bedeutender Autor der Gegenwartsliteratur.

In der Begründung heißt es: »Mit seinen Werken gelingt Uwe Tellkamp nicht nur eine Aufbereitung aktueller politischer und gesellschaftlicher Themen, sondern auch die geschichtsphilosophische Deutung historischer Ereignisse – insbesondere der friedlichen Revolution in der DDR. Seine Werke sind Zeugnis der literarischen Erinnerungskultur, die Geschichte und Fiktion verbinden und archivieren, was nicht vergessen werden darf. Uwe Tellkamp führt in seinen Werken in einer symbolischen, gleichnishaften Erzählweise auf unterschiedlichen Wegen seinem Leser die Bedeutung der aufklärerischen Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität vor Augen.«

Deutscher Nationalpreis 2009

19.03.2009

Gemeinsam mit Monika Maron und Erich Loest wird Uwe Tellkamp mit dem diesjährigen Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Die aus drei Generationen stammenden Autoren symbolisierten persönlich und mit ihrem literarischen Schaffen die mehrfache Gebrochenheit der deutschen Geschichte, so die Begründung. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2009

27.01.2009

Der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geht 2009 an Uwe Tellkamp. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird  jährlich an Autoren vergeben, die »der Freiheit das Wort geben«. In seinem aktuellen Roman Der Turm habe Uwe Tellkamp, so die Jury, »zeithistorisches Gedächtnis an die DDR kunstvoll in Literatur überführt«.

Deutscher Buchpreis 2008

13.10.2008

Uwe Tellkamp erhält den Deutschen Buchpreis 2008 für seinen Roman Der Turm. In der Begründung der Jury heißt es: »Uwe Tellkamps großer Vorwenderoman Der Turm entwirft in einer Fülle von Szenen, Bildern und Sprachformen das Panorama einer Gesellschaft, die ihrem Ende entgegentaumelt. Am Beispiel einer bürgerlichen Dresdner Familie erzählt er von Anpassung und Widerstand in einem ausgelaugten System. Der Roman spielt in den verschiedensten Milieus, unter Schülern, Ärzten, Literaten und Politkadern. Uwe Tellkamp schickt seinen rebellischen Helden Christian Hoffmann auf eine Höllenfahrt, aus seiner Enklave in den Militärdienst bis zum Strafvollzug der NVA. Den Lesern erschließen sich wie nie zuvor Aromen, Redeweisen und Mentalitäten der späten DDR. Unaufhaltsam treibt das Geschehen auf den 9. November zu.«

Uwe-Johnson-Preis 2008

31.07.2008

Uwe Tellkamp wird für seinen Roman Der Turm mit dem diesjährigen Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet. Der vom Nordkurier und der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft gestiftete Preis ist mit 12.500 Euro dotiert. Aus der Begründung der Jury: »Der Turm entfaltet ein facettenreiches, in den Lebensläufen zahlreicher Figuren gebrochenes Panorama der letzten sieben Jahre der DDR. Den Fokus auf Dresden richtend, erzählt Uwe Tellkamp erfindend-dokumentierend die sieben Jahre zwischen der Beerdigung Leonid Breschnews und dem Ende der DDR als Zeitgeschichte, die die Gegenwart bestimmt und bedrängt. In der Tradition der Jahrestage präsentiert Der Turm ein virtuos geknüpftes Netz von Beziehungen zwischen Personen, verknüpft raffiniert die Motive und läßt konträren Erzählstimmen laut werden, damit der Leser in das Universum der vergangenen Augenblicke eindringen kann.«

Dresdner Lyrikpreis 2004

28.03.2004

Ingeborg-Bachmann-Preis 2004

28.03.2004

Förderpreis zum Christine-Lavant-Lyrikpreis 2003

28.03.2003

Sächsisches Staats-Stipendium für Literatur 2002

28.03.2002