Johann Wolfgang Goethe
Alle Freuden, die unendlichen - Liebesgedichte und Interpretationen

Herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki
Alle Freuden, die unendlichen
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CH: 17,50 sFr

Erschienen: 16.03.1987
Insel Bücherei 1028, Pappband, 184 Seiten
ISBN: 978-3-458-19028-8

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Goethe war achtundzwanzig Jahre alt, als er aus Weimar der zwanzigjährigen Auguste zu Stolberg in Kopenhagen den Brief vom 17. Juli 1777 schrieb – ein Brief, der das vierzeilige Gedicht enthält, dessen dritte Strophe dem Band den Titel leiht:
»Danck … dass du aus deiner Ruhe mir in die Unruhe des Lebens einen Laut herüber gegeben hast. Alles gaben Götter die unendlichen / Ihren Lieblingen ganz / Alle Freuden die unendlichen / Alle Schmerzen die unendlichen ganz. So sang ich neulich als ich tief in einer herrlichen Mondnacht aus dem Flusse stieg der vor meinem Garten durch die Wiesen fliest; und das bewahrheitet sich täglich an mir. Ich muss das Glück für meine Liebste erkennen, dafür schiert sie mich auch wieder wie ein geliebtes Weib« …
Vier Zeilen, die aus einem ebenso jugendlichen wie kummervollen Brief etwas ganz und gar Unverzichtbares machen. Vier Zeilen, die nicht nur zum Herzstück dieses Sommertags werden, sondern zum Leitwort einer Lebenszeit.
Angesichts der hier versammelten Liebesgedichte aus allen Lebenszeiten ist das kleine, schwerwiegende Gedicht leitmotivisch zu verstehen.

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