Tuvia Tenenbom
Allein unter Deutschen - Eine Entdeckungsreise

Mit Fotos von Isi Tenenbom Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
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CH: 24,50 sFr

Erschienen: 10.12.2012
suhrkamp taschenbuch 4374, Klappenbroschur, 431 Seiten
ISBN: 978-3-518-46374-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Tuvia Tenenbom, aufgewachsen als Sohn eines Rabbiners in Jerusalem, begibt sich auf Entdeckungsreise durch Deutschland: von Nord nach Süd, von Ost nach West, in die Stadt, aufs Land, in die Kirchen und in die Kneipen. Auf seiner Suche nach der deutschen Identität schreckt er vor keiner Begegnung zurück.

Er interviewt Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo und Kai Diekmann, er ist zu Gast in einem rechtsradikalen Club, er begleitet linke Autonome auf Erste-Mai-Demonstrationen. Er beobachtet die Biertrinkernation im WM-Sommer 2010, er besucht Synagogen, die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, den Weltkirchentag, die Passionsspiele in Oberammergau. Er spricht mit Studenten und Professoren, mit Bankern und Industriellen, mit Politikern und Künstlern, mit Bürgermeistern und Schrebergartenbesitzern, mit Obdachlosen und Junkies. Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellt er immer wieder die gleichen, drängenden Fragen: Wie ist es um den Nationalstolz der Deutschen bestellt? Wie gehen sie mit der deutschen Vergangenheit, wie mit dem Antisemitismus um? Wie reflektiert und kritisch sind sie dabei?

Tenenbom nimmt in seinem humorvoll, provokanten Reisebericht kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, uns den Spiegel vorzuhalten. Auf unterhaltsame Weise führt er mit scharfer Beobachtungsgabe die deutschen Marotten vor und enthüllt dabei intelligent und komisch zugleich die Seele des Landes und seiner Bewohner.

Es treten auf: Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo, Jens Jessen, Horst Tomayer, André Schiffrin, Charles Schumann, Kai Diekmann, Holger Franke (Rote Grütze), Adolf Sauerland, Helge Schneider, Paul Bauwens Adenauer, Peter Scholl-Latour und vielen andere.

Im Original erschienen unter dem Titel I Sleep in Hitler's Room (The Jewish Theater of New York).

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Kommentare

Es ist ein dreistes, kluges und ehrliches Buch. Die blitzende Welt der deutschen Automobilindustrie steht neben dem Bärengehege des KZs, und allfällig die deutsche Bereitschaft, sich bei jeder direkten Frage umgehend (biergeschwängert) in den Staub zu werfen... Tenenboms Verdienst ist, genau die Modeströmung der political correctness als Erbe der Vergangenheit zu sehen - auch wenn ihm die völlige Entlarvung in der Rezeption nicht gelingen wird... Ein Spiegel für den, der sich wirklich sehen möchte.
Leo, 05.02.2013

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