Marente de Moor
Amsterdam und zurück - Roman

Aus dem Niederländischen von Waltraud Hüsmert
Amsterdam und zurück
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Erschienen: 13.02.2012
suhrkamp taschenbuch 4322, Broschur, 284 Seiten
ISBN: 978-3-518-46322-2

Inhalt

Jede Menge Russen bevölkern seit Beginn der Neunziger Amsterdam. Witali Kirillow ist einer von ihnen, der Mann mit den meergrünen Augen. Längst ist sein Visum abgelaufen und  vorsichtshalber fährt er in der Straßenbahn nicht mehr schwarz.  Acht Jahre zuvor ließ er es als Offizier an der sowjetischen Grenze zu, daß sich ein Kamerad in den Westen absetzte. Dafür wurde er hart bestraft. Seitdem hat ihn der Gedanke an den Flüchtling nicht mehr losgelassen. Unterstützt von der rasant-energischen Jessie, macht er sich auf, ihn zu suchen.

Von Puschkin bis Pilzsuppe. Marente de Moor beschreibt in ihrem Debütroman die russische Szene Amsterdams: Sonderbare Fremdlinge, schräge Vögel, entwurzelte Bohemiens, bei denen wodkaselige Schwermut zum Alltag gehört, sie tut es voll Wärme und Sympathie.

Das lebendige Bild der russischen Szene im weltoffenen Amsterdam – kraftvoll und farbenfroh

Im Original erschienen unter dem Titel De overtreder (Querido, Amsterdam).

Pressestimmen

»Marente de Moor … porträtiert in kenntnisreichen Nahaufnahmen eine verschrobene und hoffnungslose Emigranten-Szene. Sie erzählt mit unaufdringlichem Witz und einer Lakonie, die ein wenig an Wladimir Kaminer erinnert. Immer ist sie nahe an ihrem Protagonisten, dessen Betrachtungen sie manchmal ganz unerwartet in Bilder von einer fast widerwilligen wirkenden Poesie münden lässt.«

Cornelia Fiedler, Süddeutsche Zeitung

»Man merkt der 38-jährigen Autorin, die mit einem Russen verheiratet ist und als Korrespondentin in St. Petersburg gelebt hat, die genaue Kenntnis beider Kulturkreise an. Sie schildert die Isolation des russischen Mikrokosmos' mit viel Wärme, aber auch Ironie. Dort tummeln sich schräge Figuren, wodkaselige Schwermut gehört zum Alltag. Sie alle sind entwurzelte Bohèmiens, sonderbare Fremdlinge, die ihr kleines Glück suchen.«

Peter Mohr, Hessische/Niedersächsische Allgemeine

»Herausgekommen ist ein Romandebüt, das zwischen bunter Folklore und fotografisch genauer Beschreibung pendelt - mal kräftig-farbenfroh wie die Gemälde von Jawlensky und dann wieder leicht rätselhaft und vergeistigt wie ein Malewitsch-Bild.«

Augsburger Allgemeine

»De Moor entwirft das skurile, von hintergründig-schrägem Humor beseelte Bild eines Haufens Russen, die es anfangs der Neunzigerjahre nach Amsterdam spült. ...so sehr schreit de Moors Erstling vom offenen Ende her nach Fortsetzung. Das stellt eine erfreuliche Perspektive dar, denn die Art und Weise, wie diese Niederländerin auf ihre Russen blickt und deren ›reziproken‹ Blilck auf die Holländer darstellt, ist nicht nur lehrreich, intelligent und verständnisvoll als Akt vergleichender Mentalitätskunde, sondern bietet vor allem auch eine abwechslungsreiche, bunte und zugleich auf seltsam russische Weise, ernsthafte Lektüre.«

Marcus Hladek, Frankfurter Neue Presse

»Marente de Moor, die mehrere Jahre in St. Petersburg arbeitet, zeichnet ein lebendiges Bild der russischen Szene im weltoffenen Amsterdam.«

Südhessen Woche

»Marente de Moor erfasst das Russisch-Sowjetische von innen heraus. Alles, was dazugehört, rafft sie zusammen - von Puschkin bis zur Pilzsuppe, dem Mitternachtstrolleybus und der Geschichte der KPdSU.«

Irmtraumd Gutschke, Neues Deutschland

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