Daniyal Mueenuddin
Andere Räume, andere Träume

Aus dem Amerikanischen von Brigitte Heinrich
Andere Räume, andere Träume
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D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 19.04.2010
Gebunden, 289 Seiten
ISBN: 978-3-518-42141-3

Inhalt

Eine Villa in der Hauptstadt, eine Farm auf dem Land – der betagte K. K. Harouni ist ein vermögendes und einflußreiches Mitglied der pakistanischen Landbesitzerklasse. Verständlich, daß seine Beziehung zu einer Frau, die gesellschaftlich weit unter ihm steht, bei seiner Familie auf wenig Begeisterung stößt. Nach Harounis Tod wird sie dorthin verstoßen, wo sie herkam: auf die Straße.

Um den Clan dieses Patriarchen und seine Angestellten kreisen acht faszinierende Erzählungen: über Harounis Neffen, der sich in eine Amerikanerin verliebt; über Nawab, den Elektriker, unentbehrliche Arbeitskraft auf Harounis Besitztümern und immer auf der Suche nach neuen Einnahmequellen; über Saleema, die sich als Küchenhilfe durchschlägt, bis sie Harounis Diener Rafik begegnet und ihr Leben plötzlich ganz anders zu werden verspricht. Doch das Glück ist meist von kurzer Dauer in Mueenuddins Pakistan.

Daniyal Mueenuddins Debüt war bereits vor seinem Erscheinen ein Ereignis und machte Furore mit Vorabdrucken im New Yorker und in Salman Rushdies Best American Short Stories. Mitreißend, tragisch, elegisch und humorvoll webt es die Lebensgeschichten von Menschen ineinander und öffnet den Blick auf eine Welt, die man so schnell nicht vergißt.

 

Pressestimmen

»Ähnlich wie in Turgenjews Aufzeichnungen eines Jägers oder in Balzacs Menschlicher Komödie kreisen die acht Erzählungen um ein durch den alten Harouni und seine Dienerschaft verbundenes Figurenensemble. Mit dieser ebenso konventionellen wie eleganten Methode gelingt Mueenuddin ein Querschnitt durch die pakistanische Gesellschaft und ein deprimierendes Sittenbild eines Landes, in dem es stets um Macht und Einfluss, überraschenderweise aber nie um Religion geht.«

Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Sie sind spritzig, spannend, voller Humor, diese Lebensgeschichten. Manchmal mit einem Schmunzeln, manchmal mit leiser Wehmut geschrieben. Und jede macht den Blick frei auf diese andere Welt.«

Inge Obermayer, Nürnberger Zeitung

»Von der Liebe zum Land künden diese Erzählungen – mehrfach preisgekrönt und in über 14 Sprachen übersetzt – auf jeder Seite. Man riecht und schmeckt und sieht. Vor allem aber zaubert Mueenuddin Menschen aus Fleisch und Blut vor uns hin, aus einer Welt, die uns fremd sein müsste, uns aber plötzlich ganz nahe erscheint. Der boomenden pakistanischen Gegenwartsliteratur in Englisch fügt dieser Band – mit ebenbürtiger Eleganz ins Deutsche übertragen von Brigitte Heinrich – eine ganz eigene Note hinzu.«

Claudia Kramatschek, Neue Züricher Zeitung

»Daniyal Mueenuddin kann in sparsamen, präzisen Strichen ein prägnantes Gesellschaftspanorama zeichnen, so unbestechlich in der Menschenkenntnis und so kühl und knapp im Stil wie Tschechow; er hat ein scharfes Auge für die Umbrüche in der pakistanischen Gesellschaft ...«

Sigrid Löffler, ORF

»Daniyal Mueenuddin bietet, mit scheinbar einfachen Mitteln, nicht weniger als ein Panorama Pakistans – einen Reigen aus der Mitte einer konfliktbeladenen, noch feudalen Gesellschaft. … Schon in seinem ersten Buch ist Mueenuddin ein sehr, sehr sicherer, ganz und gar unaufgeregter Erzähler. Mehr davon bitte!«

Die literarische Welt

»Mueenuddins Erzählungen handeln, wie auch ihr Titel anklingen lässt, vom Leben innerhalb von Wänden und Mauern, von selbstgeschaffenen Begrenzungen der menschlichen Existenz. … Damit gelingt dem Autor ein eindrucksvoller vertikaler Schnitt durch die Gesellschaft, denn er porträtiert nicht nur die Herren-, sondern auch die Dienerklasse.«

Katharina Granzin, Frankfurter Rundschau

»Szenen und Figuren aus diesem Land, das seine gesellschaftliche Rohheit durch Etikette kaschiert, beschreibt Mueenuddin so lakonisch, so präzise, dass einem beim Lesen der von Jasminduft und Armut durchtränkten Geschichten über Liebe, die unter solchem Machtgefälle nicht gedeihen kann, manchmal ganz schlecht wird vor Wut und vor Mitgefühl.«

Hamburger Abendblatt

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