Max Frisch
Antwort aus der Stille - Eine Erzählung aus den Bergen

Mit einem Nachwort von Peter von Matt.
Antwort aus der Stille
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D: 18,80 €
A: 19,40 €
CH: 32,80 sFr

Erschienen: 21.09.2009
Gebunden, 171 Seiten
ISBN: 978-3-518-42128-4

Inhalt

Max Frisch debutierte 1934 mit dem Roman Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt. Drei Jahre später publizierte er, ebenfalls in der Deutschen Verlagsanstalt (Stuttgart / Berlin), die »Erzählung aus den Bergen« mit dem Titel Antwort aus der Stille.

In der Ausgabe seiner Gesammelten Werke, veranstaltet anläßlich des 60. Geburtstags, erscheint diese Erzählung auf Wunsch des Autors nicht.

Mehr als 70 Jahre später ist dieses Frühwerk nun zum ersten Mal wieder zugänglich. Bereits hier wird das in Frischs Oeuvre dominante Motto der biographischen Identität – das in dieser Lebensphase des Autors auch eine autobiographische Dimension besitzt – zum Thema: Gibt es eine Selbstverwirklichung außerhalb der künstlerischen Existenz? Oder in den Worten der Antwort aus der Stille: War man nur ein zu verachtender »gewöhnlicher Bürger«, wenn man auf das Wagnis des Außerordentlich verzichtet?

Wenn Max Frisch das kurz nach Erscheinen von Antwort aus der Stille abgelegte Gelübde, nie wieder etwas zu schreiben, bricht – dann ist die Erklärung der Entscheidung für den Beruf des Schriftstellers in dieser Erzählung zu finden: Sie bildet somit das zentrale Movens seines gesamten Schaffens.

 

Pressestimmen

»›Antwort aus der Stille‹ ist nicht nur ein literaturhistorisches Dokument. Es zeigt den Schriftsteller als Anfänger, gewiss; aber ist nicht hier schon fast alles Spätere im Kern angelegt? Hier sind die pathetischen, an der Welt leidenden Figuren vorgezeichnet, die Frisch später ... unter den Namen Stiller, Gantenbein oder Geiser auftreten liess. Hier kann man erste Versuche in kühnen, fast filmischen Schnitten des Erzählflusses beobachten. ... Diese Neuausgabe war längst überfällig.«

Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

»Finden wir heraus, warum Frisch diese höchst ungewöhnliche und äußerst dichte, meisterhafte Erzählung verbannt hat, welche Züge seiner Figur ihm peinlich waren? Die Antwort kommt in diesem Buch tatsächlich aus der Stille; jeder Leser wird durch seine eigenen Lektüre eine für sich zutreffende finden. Diese Lektüre schafft man in wenigen, besonders lohnenden Stunden.«

Andreas Müller, Darmstädter Echo

»Max Frischs frühe Erzählung ist endlich wieder greifbar. ... Dies kann man nicht genug würdigen, denn die Erzählung ist ein Ausblick auf die späteren Werke Frischs, ein Ausblick, der bereits mit der wunderbaren Meisterschaft beginnt, die sich später nur noch entfaltet. Empfehlung: unbedingt lesenswert.«

Petra Breunig, Fränkischer Tag

»In diesem Roman lernen Leserinnen die Männer kennen, ihre Verachtung und Liebe für die Frau, ihren kühnen Vitalismus und ihr selbstmitleidiges Pathos. ... Max Frisch führt nicht nur die Entwicklung eines Helden vor, er entwickelt sich selber noch, und wir mit ihm, die Männerfantasien der Moderne. Gut, dass dieses Werk mehr als 70 Jahre nach Erscheinen wieder zu kaufen ist.«

Christine Richard, Basler Zeitung

»Man denkt an das spätere grandiose Werk ›Der Mensch erscheint im Holozän‹ (1979), in dem erneut die Bergwelt, die so bewunderte wie gefürchtete Natur einem einsamen, alten Mann gegenübergestellt wird.«

Simone Dattenberger, Münchner Merkur

»Wer sich auch nur ein wenig auskennt im Werk des im April 1991 im Alter von 80 Jahren verstorbenen Schweizer Schriftstellers von Weltrang, wird in Antwort aus der Stille viele Quellen aufspüren können, aus denen sich Themen und Motive der nachfolgenden Dramen und Prosaarbeiten speisen. ... Leser, die von Frisch nicht allzu viel wissen, sollten ihre Lektüre vielleicht mit dem informativen Nachwort von Peter von Matt beginnen. ... Überzeugend, wie er den Text aus der Biografie des Autors herleitet und in größere Zusammenhänge stellt.«

Dietmar Jacobsen, poetenladen.de

»Faszinierendes Präludium eines Lebenswerkes«

Stefan Lüddemann, Neue Osnabrücker Zeitung

»Was die Erzählung ... zum Erscheinen bringt, ist der existenzielle Bodensatz des Schriftstellers Frisch: eine erbitterte Suche nach Lebensmöglichkeiten, ohne sich anzubiedern an ein vorgefasstes System, eine Sehnsucht nach Anfang, aber auch Angst, in die Tiefe zu stürzen. Vielleicht hat man am meisten von diesem Text, wenn man das, was zur eigenen Frisch-Sozialisation gehört, vergisst und sich dem Strudel eines eben beginnenden Schriftstellerlebens überlässt.«

Ingeborg Gleichauf, Badische Zeitung

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