»Die glanzvollste Stilistin der deutschen Gegenwartsliteratur lässt eine Suada gegen Bulgarien los.«
Tilman Krause, Die Welt
»So wie die Ich-Erzählerin Bulgarien, so zerpflückt Sibylle Lewitscharoff die Sprache, um sie auf ganz erstaunliche Weise wieder zusammenzufügen. Hier reihen sich Sätze aneinander, nach denen man sonst ein ganzes Buch oft vergeblich durchforstet. Überraschende, manchmal atemberaubende Sätze drängen sich in ihrem Roman dicht aneinander. Sie bedient sich einer bilder- und assoziationsreichen, beinahe poetischen Prosa.«
Tilla Fuchs, SR 2 KulturRadio, Bücherlese
»Sie mögen pechschwarzen Witz? Sie vertragen zudem schlimmste Respektlosigkeiten gegen heilige Werte wie Elternliebe und Pietät? Dann wird Sie Apostoloff von der famosen Sibylle Lewitscharoff bestimmt begeistern.«
Evelyn Scherfenberg, Magazin am Wochenende
»Wie langweilig sind die Modulationen der Liebe, verglichen mit denen des Hasses? Was sind die Worte der Verblendung gegen die der Ernüchterung? Wenn schon genug Romane geschrieben worden sind, in denen den Toten die schönen Gefühle der Nachwelt hinterherzittern, dann geht Sibylle Lewitscharoff in ihrem Roman «Apostoloff» aufs ketzerische Ganze. Der Hass ist der Antrieb einer atemlosen Abrechnung der Tochter mit dem toten Vater. Und er ist die Maske aller ihrer Zuneigungen. ... Das Vater-Land des Romans «Apostoloff» ist in jeder Hinsicht ein Totenreich. Mit grosser Genauigkeit und einem sprachlichen Furor, der in der deutschen Literatur einzigartig ist, macht Sibylle Lewitscharoff den Zusammenhang zwischen Schmerz und Hass deutlich.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
»Ein langer, unendlich tiefer Traktat darüber, was ein Ich eigentlich ausmacht. ... Für seine Zustände hat Sibylle Lewitscharoff eine eigene, einzigartige Sprache entwickelt, die bis an die Grenzen dessen geht, in Schönheit und Ausdruckskraft, was man auf Deutsch überhaupt ausdrücken kann.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung
»Sibylle Lewitscharoff hat einen mitreißenden Roman geschrieben; eine schräge Komödie mit Zügen ins Groteske; angesiedelt zwischen Theologie und brachialem Realismus, ausgestattet mit einer Erzählerin, die Trauer und Trauma in Wut und Verachtung ummünzt.«
Christoph Schröder, Die Tageszeitung
»Der Vaterhass, ein überwältigender Vaterhass treibt diese verwindungsreiche Erzählung an und Sibylle Lewitscharoffs hinterrücks sitzende Hasspredigerin. Dabei entpuppt sie sich als niemand anderer denn Franz Kafkas übellaunige späte bulgarische Schwester und
Apostoloff neben einigem anderen vor allem als Roman gewordener neuer Brief an den Vater. ... Sie treibt dabei keine Psychologie, das ist das Schöne an
Apostoloff, sie therapiert sich nicht. Und wenn sie wütend ist, wenn sie Gift und Galle spuckt, wenn sie rast, dann wird sie immer größer, richtig gut und unheimlich komisch.«
Elmar Krekeler, Welt am Sonntag
»Die großartigen Momente des Romans kommen durch seinen gnadenlosen Sprachwitz zustande. Von den mal bellenden, mal spitzigen, mal theatralisch fuchtelnden Tiraden dieser reisenden Schlechtelaunetyrannin kann man gar nicht genug bekommen.«
Jutta Person, Literaturen März 2009
»Eine Suada, eine gewaltige Philippika, eine ganz und gar grandiose, dazu vielstrophige Arie der Verunglimpfung«
Tilman Krause, Literarische Welt
»Ein sagenhaft guter, vor Kampfeslust funkelnder Roman, bis in den letzten Buchstaben aufgeladen mit ketzerischer Energie.«
Meike Fessmann
»Sibylle Lewitscharoff kann schreiben und schäumen. Sie formuliert einfalls- und anspielungsreich, bissig, launig verspielt und aus einem Geist, wie er nicht nur in Bezirken weiblichen Schreibens eher selten vorkommt. Da herrscht ein kaltblütiges Sprachregiment, dem jede Schandtat recht ist, solange sich damit nur Sätze erzeugen lassen, die strotzen vor Witz, Gescheitheit und Schlagfertigkeit. Lewitscharoffs Stil legt es nicht auf Analyse und Aufklärung des Familienunglücks an, sondern auf dessen Verwandlung ins Komödiantische, Burleske, Groteske, in ein Kasperltheater auf dem großen Weltjahrmarkt.«
Eberhard Falcke, Die Zeit
»Diese Stimme hat es in sich. Sie ist scharf, spitz und unverkennbar weiblich. Eine Tochter hebt zu sprechen an - aber was heißt schon zu sprechen: sie spottet, hetzt, zetert, singt, kichert, schimpft, schwärmt, deklamiert, agitiert und zieht sämtliche Register der aristotelischen Redekunst. Ein Sturm geht auf uns nieder, ein töchterliches Redegeprassel, eine leidenschaftliche Abrechnung mit dem brutal entschwundenen Vater, wie man sie so noch nicht gelesen hat.«
Maike Albath, Frankfurter Rundschau
»Ein Roman wie ein erfrischend makabres Roadmovie und eine wunderbare Groteske des Hasses.«
Bühne Nr. 5, Mai 2009