Durs Grünbein
Aroma - Ein römisches Zeichenbuch

Aroma
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Erschienen: 16.08.2010
Gebunden, 184 Seiten
ISBN: 978-3-518-42167-3

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömischen Mauerwerks aus Bruchsteinen.

Grünbeins Aroma eröffnet mit langzeiligen Gedichten in freiem, hexametrisch gewitterndem Versmaß: doch nicht auf der Suche nach dem verlorenen Gestern. Vielmehr sind es die kaleidoskopisch zu fassenden Momente der Gegenwart, die den Blick des Dichters auf Stadt und Umland lenken. Die geistige Bruderschaft im Zeichen der Urbanität findet der Dichter, über die Zeiten hinweg, in Juvenal, dessen Dritte Satire er neu übersetzt und erläutert. In einer Reihe von Prosabildern, die an römischen Erinnerungsorten den Apostel Paulus so gut einfangen wie den Antiquitätenhändler und den afrikanischen Immigranten, bricht Grünbein mit dem lyrischen Maß, bevor in freien Versen das Zeichenbuch ausklingt: „Die Städte träumen alle voneinander. / Sie rufen sich beim Markennamen, und das Echo / Hallt durch die engen ...

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Gegenwert stellt sich in Vers und Prosa der Ewigen Stadt.

„Aufblühen wird man hier, auch als kraut sich gern überlassen.
Dem wohligen Phototropismus. Der man im Norden war,
Dieser Eisblock Identität, Psyches Schneemann ist bald zerronnen.“

Der so spricht, ist an einem Ort angekommen, wo viele seiner Schreib- und Lebensmotive zusammenlaufen. Durs Grünbeins Jahr in Rom hat Gestalt gewonnen in einem Zeichenbuch. Die Stadt – „Roma caput mundi“ – wird als ein Schauplatz der Zeichen und Verweise erfahren und schlägt sich, wie bei den Reisenden früherer Zeiten, in Zeichnungen nieder – freilich in geschriebener Form. Aus vier Kapiteln gefügt, entstand so sein opus incertum, nach dem Vorbild des altrömischen Mauerwerks aus Bruchsteinen.

Grünbeins Aroma eröffnet mit langzeiligen Gedichten in freiem, hexametrisch gewitterndem Versmaß: doch nicht auf der Suche nach dem verlorenen Gestern. Vielmehr sind es die kaleidoskopisch zu fassenden Momente der Gegenwart, die den Blick des Dichters auf Stadt und Umland lenken. Die geistige Bruderschaft im Zeichen der Urbanität findet der Dichter, über die Zeiten hinweg, in Juvenal, dessen Dritte Satire er neu übersetzt und erläutert. In einer Reihe von Prosabildern, die an römischen Erinnerungsorten den Apostel Paulus so gut einfangen wie den Antiquitätenhändler und den afrikanischen Immigranten, bricht Grünbein mit dem lyrischen Maß, bevor in freien Versen das Zeichenbuch ausklingt: „Die Städte träumen alle voneinander. / Sie rufen sich beim Markennamen, und das Echo / Hallt durch die engen Korridore der Straßen.“

Pressestimmen

»Erstaunlich ist aber, dass der Dichter am Ziel seiner Sehnsucht nicht mit diesem zum Monument verwächst, sondern loslässt. Als sei er befreit von der Bürde, sein geistiges Heimatrecht über die Abstände von Raum und Zeit hinweg noch weiter beweisen zu müssen, pflückt er einfach nur ab, was ihm vor Augen kommt. Mit nichts anderem scheint er beschäftigt, als das unablässige Strömen weit gereister Wortbilder, tollkühner Analogien und dienstbarer Gemeinplätze in seinem Kopf so zu rhythmisieren, dass die tausend Nuancen der ›urbanen Urvibration‹ in ein bildsättiges Parlando überfließen.«

Andreas Nentwich, Die Zeit

»In der Tat muss Rom Durs Grünbein reichlich dichterische Kraft verliehen haben – das literarische Ergebnis dieses Aufenthaltes ist von beeindruckender Bildfülle und Tiefe.« 

Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten

»… ein wunderbar vielschichtiges Werk, das Geschichte und Gegenwart ineinander spiegelt und das ›aroma Romae‹ sinnlich spüren lässt. …keine Hochglanzpoesie für Tourismusprospekte, sondern ein subjektives Erkunden der Ewigen Stadt, das Minerva ebenso bedichtet wie die Mücken am Abend.«

Andreas Wirthensohn, Passauer Neue Presse

»Aroma ist ein Gastmahl für die Sinne, die bei der Lektüre betört, verwöhnt und geschärft werden.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

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