Fritz Lang
Auch Henker sterben

Nach einem Drehbuch von Bertolt Brecht 130 Minuten Schwarzweiß FSK:ab 16 Jahre
Auch Henker sterben
Leseprobe » Bestellen »


D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 29,90 sFr

Erschienen: 14.11.2011
fes 27, 0 Seiten
ISBN: 978-3-518-13527-3

Inhalt

Hollywood 1942. Unter der glühenden Sonne Kaliforniens arbeiten Fritz Lang und Bertolt Brecht an einem Film über das Attentat auf Reinhard Heydrich, den »Schlächter von Prag«: Eine Widerstandsgruppe liefert mit Hilfe der Bevölkerung einen verhaßten Kollaborateur als gesuchten Attentäter der Gestapo ans Messer. Lang setzt auf verkäufliche Dramatik, Brecht will den Kampfesmut der Tschechen zeigen. Das Happy-End jedoch bleibt aus, der Kampf gegen die Deutschen geht weiter – außerhalb des Kinosaals. Zusammen mit Casablanca und Lubitschs Sein oder Nichtsein ist Auch Henker sterben der erfolgreichste antifaschistische Film der Vereinigten Staaten, eine Art Brechtsche Fassung von Langs Meisterwerk M. Eine Stadt sucht einen Mörder, in Hollywood zu Kriegszeiten.

Pressestimmen

»...der Clash der beiden Vorstellungen von Kunst und Kino zieht dem Film einen eigenen aufregend vibrierenden Resonanzboden ein.«

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

»Auch Henker sterben ist ein ungewöhnlicher Film aus Hollywood über den Schrecken nationalsozialistischer Kriegsführung. Ein Film, der Hollywood-Klischees ebenso bedient, wie er sie unterläuft. Ein Werk auch, das dokumentarische Anteile hat, einen für Hollywood-Verhältnisse ungewöhnlich langsamen Rhythmus (Spielzeit 130), sich Zeit nimmt für scheinbar Nebensächliches. Auch Henker sterben ist aber auch ein Produkt der Unterhaltungsmaschinerie Hollywood mit kräftigen melodramatischen Elementen und einer ausgeklügelten Spannungsdramaturgie.«

Jochen Kürten, dw-world.de

»Auch Henker sterben ist nicht der große, aufklärerische Antifaschismusfilm geworden, aber er ist Kino mit Bildern, die ihre eigene Gewaltgeschichte erzählen. Der überdimensionale Schatten der Nazis, der mit brutalsten Methoden  eine alte Gemüsehändlerin verhört, und dabei genüsslich Bockwürstchen vertilgt, ragt über diesen Film hinaus.«

Anke Leweke, Die Zeit

Videobeiträge

Kommentieren