Mercè Rodoreda
Auf der Plaça del Diamant - Roman. Geschenkausgabe

Aus dem Katalanischen von Hans Weiss. Mit einem Nachwort von Gabriel García Márquez
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Erschienen: 11.04.2016
suhrkamp taschenbuch 4706, Flexcover, 325 Seiten
ISBN: 978-3-518-46706-0

Inhalt

Mit ungewöhnlicher Eindringlichkeit schildert der Roman die Lebensgeschichte von Colometa, einer in Traditionen verhafteten jungen Frau, die im Spanischen Bürgerkrieg ihren Mann verliert und gezwungen ist, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.
Dieser faszinierende Roman machte die katalanische Autorin Mercè Rodoreda weltberühmt. Er wurde in über 20 Sprachen übersetzt und ist heute der Klassiker der katalanischen Literatur.
Mercè Rodoreda (1908–1983) lebte während der Franco-Zeit im französischen Exil und begann erst nach ihrer Rückkehr wieder mit großem Erfolg zu schreiben und zu veröffentlichen. 

»Ich weiß nicht, wie oft ich den Roman wiedergelesen habe, und einige Male auf katalanisch, mit einer Mühe, die viel über meine Verehrung aussagt.« Gabriel García Márquez

Im handlichen Geschenkbuchformat: 9,2 cm x 14,4 cm
In bedruckter Leinenausstattung mit Lesebändchen

Pressestimmen

»Wenn man dann auf Reisen in Barcelona ... tatsächlich auf der Plaça del Diamant steht, unter all den Leintüchern, auf die um ihren Schlaf betrogene Bürger ... Vollem dormir! gepinselt haben, dann möchte man ihnen zurufen: Nein, schlafen wollen wir ganz bestimmt nicht. Viel lieber einen weiteren Roman einer der wichtigsten katalanischen Schriftstellerinnen lesen.«

Dominique Burckhardt, Basler Zeitung

Kommentare

»Ich habe das Buch gelesen. Ich mag es. Es ist unaufgeregt, aber spannend.
Zu Anfang musste ich mich an die Schreibweise gewöhnen.
Die Geschichte wird von Natàlia erzählt, die allerdings von ihrem neuen Freund Quimet, den sie im weiteren Verlauf heiratet, Colometa genannt wird. Sie erzählt teilweise in kurzen, abgehackten Sätzen, wie wenn man jemandem etwas erzählt oder wenn man Erinnerungen aufschreibt, und dabei fallen einem zwischendurch noch Dinge ein, die man dann hinzufügt.
Dennoch ist das Buch flüssig lesbar und fesselnd mit einer schlichten, schönen Sprache.
Colometa berichtet von ihren Erlebnissen vor und während der Revolution, die sie in den 1930ern in Barcelona erlebt. Dadurch erfährt man wenig über die Geschehnisse außerhalb ihrer Welt. Manchmal erfährt sie einiges durch Berichte anderer, so dass man einen kleinen Blick über Colometas Tellerrand wirft. Doch das sind nur kurze Randgeschehnisse, die sich auf ihr Leben bedingt auswirken.
Die Mühen, die Colometa auf sich nimmt, um ihre Kinder zu ernähren, lassen das Buch lebensnah wirken und man fühlt mit ihr, als ihr Mann sie mit der Pflege der Taubenzucht, die er eines Tages anfängt, und der Arbeit mit Haushalt und Kindern allein lässt und sich mit den Milizen einlässt.
Das Leben ist entbehrungsreich und hart, aber hat auch seine schönen Seiten, die die Autorin fast nebenbei einfließen lässt.
Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man wissen möchte, wie das Buch endet und ob alles gut ausgeht. Mir gefiel besonders das kleine, handliche Format im Leineneinband.
Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das ich sicher irgendwann noch mal lesen werde.«
Rabiata, 24.01.2018

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