Christian Lehnert
Aufkommender Atem - Gedichte

Aufkommender Atem
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D: 17,90 €
A: 18,40 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 12.10.2011
Gebunden, 99 Seiten
ISBN: 978-3-518-42273-1

»Geistliche Lyrik, formstreng und traditionsbewusst, dennoch deutlich von einer heutigen Stimme gesprochen, ohne Frömmelei und Pfarrerskitsch, anrührend und einfach, nie simpel. Klarheit und Ruhe.« Uwe Tellkamp

Inhalt

In Aufkommender Atem konzentriert sich Christian Lehnert, ein Meister der strengen kleinen wie auch der größeren epischen Gedichtform, auf kürzere, sehr einheitlich gefügte Gedichte. Um Naturbilder, häufig der näheren brandenburgischen und sächsischen Heimat, voller akustischer und optischer Eindrücke, aber doch eigentümlich still und auf mystische Weise offen für eine weit mehr als naturalistische Erfahrung: Nicht statisch ist sie, sondern auch ein Raum für Frage, Ahnung und Hoffnung. Und so erwacht aus der präzisen Anschauung jener pfingstliche Wind, der seit jeher Verheißung bedeutet und ein neues Verständnis aller Dinge, einen ‚anderen Zustand’ mit sich bringt.


»Das Blasse mein ich, das im Licht verschwindet,
in Wachschlaf fällt, und eingehüllt, vergessen
am Grund liegt, wartet, weil ein Fisch sich windet,
weil Krebse wachsen und sich stumm zerfressen,

weil langsam eine warme Sandform bricht,
das Wartende aus Tod und Leben, weich
und sprachlos, wie es von dem Anfang spricht
und daß ein Atemzug für immer reicht.«

19. Januar 2009

Pressestimmen

»Jeder Vers dieses Buches signalisiert, dass es eine Wahlverwandtschaft gibt zwischen Gedicht und Gebet... Es ist ein einzigartiges und kühnes Experiment, das Christian Lehnert mit seiner Dichtung begonnen hat — die Resakralisierung der Poesie im Geiste des Romantikers Novalis, der Dichter und Priester in einer symbiotischen Einheit sah. So emphatisch religiös und substanziell theologisch ist in der deutschsprachigen Lyrik lange nicht mehr gesprochen worden.«

Michael Braun, Neue Zürcher Zeitung

»Entscheidend ist ..., dass es Lehnert in Aufkommender Atem versteht, sinnliche Beschreibung und intellektuelle Reflexion behutsam miteinander zu verschränken. So kann man mit ihm schauen, mit ihm denken.«

Tobias Lehmkuhl, Deutschlandradio

»In seinem sechsten Gedichtband baut Christian Lehnert seine mystischen Klang-Kathedralen zu wohnlichen Gebets-Hütten um.«

Literarische Welt

»Es herrscht eine eigentümliche Stille in den Gedichten Christian Lehnerts. Die überträgt sich auf den Leser, sodass er plötzlich wie neu in sich hineinhören kann.«

Ilka Scheidgen, Die Tagespost

»Lehnerts Gedichte sind von konkreter Erfahrung inspiriert und durchdrungen. Sie kommen in melodischen Zeilen und Reimen daher, behalten aber ihren Kontakt zum Alltag. … Lehnert ist ein diskreter Metaphysiker. Er schwenkt kein Weihrauchfass und verfällt nie ins Predigen. Er gewinnt auch den skeptischen Leser – wenn nicht unbedingt für die Sache, so doch für das Gedicht.«

Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Durch dieses schöne Buch geht ein Rauschen, es schlagen gleichsam Flügel - es ist ein heiteres Aufschwingen oder aber ein angstvolles Notflattern... Lehnerts Gedichte sind Anrufungen einer Dauer, die dieses unablässige Verwehen von Leben in eine Kette von Wunder- und Wundenaugenblicken verwandelt.«

Hans-Dieter Schütt, neues deutschland

»Alles erstaunt an diesen Gedichten: Deren programmatische Kühnheit, deren sprachliche Könnerschaft. Kein Pointen-Effekt, kein Slang. Sprache, um nicht Benanntes zu fassen. ›...nach Osten: Sieh nur, dieses Schauen!‹ In der Tat: Wann hat man solche Naturlyrik zuletzt gelesen? Ein selten gelungenes Buch.«

Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung

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