Yang Lian
Aufzeichnungen eines glückseligen Dämons - Gedichte und Reflexionen

Aus dem Chinesischen von Karin Betz und Wolfgang Kubin. Mit einem Nachwort von Uwe Kolbe
Aufzeichnungen eines glückseligen Dämons
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D: 29,80 €
A: 30,70 €
CH: 40,90 sFr

Erschienen: 21.09.2009
Gebunden, 286 Seiten
ISBN: 978-3-518-42121-5

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Was für Gedichte kann man schreiben in einer Sprache wie dem Chinesischen, an deren Verben sich keine Zeitform oder Person zeigt? Die Antwort des Lyrikers und Essayisten Yang Lian lautet: Gedichte, die Sinn nicht linear entfalten, die Zustände artikulieren, keine Handlungen. Die die Dinge auf diese Weise in Urbilder verwandeln. Die die archaische Lyrik Chinas und ihre Chiffren auf der Basis des modernen Gedichts seit Pound und Eliot wieder auferstehen lassen. Die von Masken handeln, von Krokodilen, von Sonne und Mond, von Knochen und Zähnen. So rühren sie an die dunklen, großen Themen der Literatur, die nicht an den Grenzen von Kontinenten haltmachen: Erfahrungen des Exils, die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache, an Liebe, Vergänglichkeit und Tod.

In seinen Essays und Reflexionen, die die Gedichte begleiten und flankieren, entfaltet Yang Lian diese Poetik der Überzeitlichkeit und -räumlichkeit. Als Dissident, der nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 1989 seine Heimat verließ und heute im Londoner Exil lebt, nimmt er Stellung zur gegenwärtigen Lage in China, verknüpft dabei stets das Poetische und das Politische. Denn es ist das Gedicht, das uns eine Sprache erschließt, mit der wir lernen können, auch das Politische neu und anders zu denken.

Pressestimmen

»[Yang Lian] wandelt als glücklicher Dämon auf Spuren fort, die Chinas klassische Dichtung, T.S. Eliot und Ezra Pound hinterlassen haben. ... Fragt man, was uns der Buchmesseschwerpunkt China gebracht hat, lautet eine mögliche Antwort: Die Lyrik von Yang Lian und seine philosophischen Betrachtungen allein sind schon mehr als eine Messe wert.«

Ulrich Baron, Spiegel Online

»Mit seiner Form- und Sprachbesessenheit schafft Yang Lian auch eine wohlkalkulierte Distanz zu seinen Lesern. Es ist diese Form der Selbstexilierung, die seine Lyrik fremd und nahezu unübersetzbar macht: Bilder greifen nach einem verborgenen Prinzip ineinander und entfalten eine autarke und poetische Welt.«

Irmy Schweiger, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Sinologe Wolfgang Kubin hat die Poesie Yang Lians einen hymnischen, an der archaischen Dichtkunst orientierten Gesang genannt, eine Beschwörung von Chinas vieltausendjähriger Geschichte. ... Jedes einzelne der Gedichte ein Versuch, sich über die Grenzen der Sprache hinwegzusetzen. Yang Lian entfaltet Bilder, die sich überlagern und neue Räume entstehen lassen, nicht unähnlich, wie es in einer musikalischen Komposition geschehen kann.«

Susanne Mayer, Die Zeit Literaturbeilage

»Kaum einer kennt die chinesische und die deutsche Kultur so gut wie er.«

Werner Irro, Börsenblatt

Kommentare

Das vielleicht erstaunlichste Buch der letzten Jahre!
keith fedder, 23.09.2009

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