Christa Wolf
August - Erzählungen

Mit einem Nachwort von Gerhard Wolf
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Erschienen: 17.02.2014
suhrkamp taschenbuch 4495, Taschenbuch, 82 Seiten
ISBN: 978-3-518-46495-3
Auch als eBook erhältlich

»Ein halbes Jahr vor ihrem Tod schenkte die große deutsche Schriftstellerin ihrem Mann eine anrührende Kurzerzählung – ein Geschenk auch für uns Leser.«

DIE ZEIT

 

»Ich habe Glück gehabt.«

Mottenburg nennen die Patienten ihre Lungenheilstätte, in der alle an derselben Krankheit leiden, alle die »Motten« haben. Einer von ihnen ist der achtjährige August, der seine Mutter auf der Flucht aus Ostpreußen verloren hat und selbst verloren wäre, gäbe es da nicht Lilo. Lilo ist siebzehn, sie ist schön, sie wagt es, sich mit der Oberschwester anzulegen, und wenn Lilo seinen Namen ausspricht, klingt er anders als sonst. Mehr als sechzig Jahre danach sind die Erinnerungen an diese Zeit immer noch präsent, kann August darin wie in einem Bilderbuch blättern.

In August, Christa Wolfs letzter, begeister aufgenommener Erzählung, ebenso wie in den Erzählungen Blickwechsel und Zu einem Datum lesen wir von schwierigen Zeiten im Zeichen von Krieg und Krankheit, aber auch von Menschen, die etwas erfahren haben, das man wohl Glück nennen könnte.

Pressestimmen

»Christa Wolfs nachgelassene Erzählung ist eine Aussöhnung mit der eigenen Biografie.«

Florian Kessler, Süddeutsche Zeitung

»Die Erzählung ist nur etwa dreißig Seiten lang und eine der schönsten, die Christa Wolf je geschrieben hat. So liebevoll und beinahe lässig knapp, kühl und warmherzig zugleich.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Christa Wolf lässt es aus den Sätzen klingen: eine Atmosphäre des Vertrauens, begleitet von Liedern und Geschichten, spannend durch Streiche, getrübt durch Verluste ... Eine große Menschlichkeit und Liebe steckt in dieser kleinen Erzählung. Die reife Autorin blickt selbst mit Dankbarkeit zurück.«

Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau

»Ein in sich ruhender, leiser Text von erzählerischer Kraft, der bedeutend durch den Ton wird, den Christa Wolf gefunden hat. Es wird seltsam still, wenn man der erzählenden Stimme nach hört.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

»Auch empfindet der heutige Leser das dort beschriebene Glück natürlich als so fremd, dass diese Fremdheit selbst in Worten gar nicht auszudrücken ist. Sie erscheint ihm nur, aber,das auf eine so eindrückliche Art und Weise, dass man sich an die Lektüre dieser schmalen Erzählung wird erinnern wollen.«

Jana Hensel, Der Freitag

»Es ist die ungemein berührende Geschichte einer kurzen Kinderliebe vor dem Hintergrund von Kriegsende, Krankheit und Tod.«

Oliver Pfohlmann, Der Tagesspiegel

»Diese letzte ist eine vollendete Erzählung. Tatsächlich: ein musikalisches Nachspiel in Prosa.«

Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung

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