Albert Ostermaier
Außer mir - Gedichte

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Erschienen: 18.08.2014
Gebunden, 198 Seiten
ISBN: 978-3-518-42381-3
Auch als eBook erhältlich

Liebes- und Leidensdinge außer Atem

»Außer mir« - ein ambivalenter, undurchdringlicher Zustand, dessen Facetten bei »einem unserer besten Lyriker« (Peter von Becker) vollständig in seinen Assoziationen ausgeleuchtet, durchgespielt, neu kombiniert werden. Wenn es ein »Außer mir« gibt, muss auch ein »Außer dir« existieren: Spannt sich im Dazwischen der Raum, in dem Liebe möglich wird (»bis du wiederkommst bleib ich/vernarrt und lern dein alphabet«) - oder sich verfehlt (»wenn du mit mir fertig bist und/mich aus deinem leben trittst/dich längst mit einem andern triffst«)? Und wann ist, Mann oder Frau, »Außer sich«? Im Beklagen des »tagwerks« »im zerbrechlichsein ein trost/für den anfang der nacht«.

Wie fühlt es sich an, »bei mir ohne mich« zu sein? »wenn der tod sich wie das leben/benimmt könnte ich mich selbst/abschaffen …«

Außer mir erspürt, in der hymnischen Feier der Sinne wie der psalmenhaften Verzweiflung über schwarze Bodenlosigkeit, subjektive Situationen wie objektive Gegebenheiten.

Albert Ostermaiers neue Gedichte verbinden in gelassener Radikalität die Pole von Vorwärtsstürmen und Haltsuche bis in die Wortzwischenräume, sie pendeln genau dosiert zwischen Atemlosigkeit und reflexivem Herbeizitieren der dichterischen Tradition. Sie spüren im Gefühl die Abstraktion auf, platzieren neben expressiven Bildern meditative Betrachtungen, kurz: Sie handeln vom Höchsten und vom Tiefsten, Mittellagen existieren nicht, in immer neuen Bildern.

Pressestimmen

»Pathos und Dringlichkeit bestimmen die Gedichte. Auf filigrane Sprachakrobatik, grüblerische Sprachskepsis kommt es nicht an. Rauh, hart, Schlag auf Schlag, zielt Ostermaiers Lyrik auf das Ganze.«

Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»...da ist er wieder, der typische Ostermaier-Ton, der die Leser und Hörer seiner Lyrik süchtig macht, der sie mitnimmt auf riskante Erfahrungsreisen und zu stillen Vergewisserungen, der im rasenden Puls schlägt und in zartesten Schwingungen verharrt.«

Angela Bachmair, Augsburger Allgemeine

»Da Ostermaiers metaphernreiche Momentaufnahmen nicht selten in eine Hermetik einmünden, bedarf es einer engagierten Lektüre. Doch genau darin liegt der Reiz seiner Kompositionen begründet. Lesen bedeutet weniger Aneignung als Annäherung.«

Björn Hayer, Landshuter Zeitung

»Die Welt Ostermaiers in Ostermaiers Poesie entdecken ist ein spannendes Unterfangen, dem kein Ende zu entnehmen ist.«

Klaus Hübner, Westzeit 12/2014-1/2015

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