Franz Walter
Baustelle Deutschland - Politik ohne Lagerbindung

Baustelle Deutschland
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Erschienen: 22.09.2008
edition suhrkamp 2555, Broschur, 256 Seiten
ISBN: 978-3-518-12555-7

Inhalt

Schwarz-Gelb-Grün? Rot-Rot-Grün? Die politische Farbenlehre Deutschlands ist in Bewegung geraten, die »Westausdehnung« der Linken stellt die größte Veränderung der Parteienlandschaft seit 25 Jahren dar. Hinter den Pfeilen in den Graphiken der Meinungsforscher verbergen sich jedoch langfristige Trends: Traditionelle Milieus, auf die die Parteien über 50 Jahre lang zählen konnten, erodieren. Franz Walter zeichnet diese sozialen, demographischen und kulturellen Verschiebungen nach und analysiert die Situation der fünf im Bundestag vertretenen Parteien. Sein Buch bietet einen Wegweiser durch die Baustellen der bundesdeutschen Politik.

Pressestimmen

»Mit seiner Fähigkeit, die Entwicklung von Parteien im gesellschaftlichen Kontext zu betrachten, ist Frank Walter eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen in der deutschen Politologenzunft. Das Grundstück seiner »Baustelle Deutschland« sind die gesellschaftlichen Schichten und Milieus, die er präzise analysiert. ... Baustelle Deutschland ist eine Anklageschrift wider den politischen Kleingeist und die »pausbäckige Begriffslosigkeit« der Politik.«
Benjamin Mikfeld, Die Tageszeitung
»Volatilität - Flüchtigkeit ist das von dem Göttinger Politologen Franz Walter gebrauchte Zauberwort zur Beschreibung der aktuellen Situation. Und weil dem Knirschen im Gebälk der Parteiendemokratie eine Verschiebung im Fundament der Gesellschaft entspricht, nimmt sich Walter beides vor, die volatile Parteienstruktur als Ausdruck einer volatilen Gesellschaft. Eine »Exkursion durch die deutschen Lebenswelten der Merkel-Jahre« nennt er sein Buch, das aktueller nicht sein könnte. Die »Baustelle Deutschland« ist in den letzten Wochen ja nicht kleiner, sondern eher unübersichtlicher geworden.«
Thomas Medicus, Die Welt
»Was es heißt, von Homogenisierung und Uniformierung des Denkens in der Politik und vom moralischen Vitalitätsverlust der Parlamente zu sprechen, hat Franz Walter überzeugend nachgewiesen.«
Harro Zimmermann, Die Zeit

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