Peter Handke, Hermann Lenz
Berichterstatter des Tages - Briefwechsel

Herausgegeben von Helmut Böttiger, Charlotte Brombach und Ulrich Rüdenauer. Mit einem Nachwort von Peter Hamm. Mit zahlreichen Abbildungen
Berichterstatter des Tages
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D: 24,80 €
A: 25,50 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 18.09.2006
Gebunden, 459 Seiten
ISBN: 978-3-458-17335-9

Inhalt

Der 31jährige Peter Handke, der mit seinen Theaterstücken und den Erzählungen Die Angst des Tormanns beim Elfmeter und Wunschloses Unglück für großes Aufsehen gesorgt hat, veröffentlicht 1973 in der Süddeutschen Zeitung eine »Einladung, Hermann Lenz zu lesen« und empfiehlt die Bücher des fast 30 Jahre älteren Autors überschwenglich zur Lektüre: Er empfinde beim Lesen der Lenzschen Bücher Glück. So unterschiedlich die beiden Schriftsteller in Naturell, Schreibvorstellungen und Selbstverständnis sein mögen, ihr sich daraus entspinnender Briefwechsel offenbart eine unverbrüchliche Verbindung von Schreibtisch zu Schreibtisch. Als Lesende können wir teilhaben am Entstehungsprozeß ihrer Bücher - Lenz arbeitet an seinen autobiographischen Eugen-Rapp-Romanen, Handke tritt fast jedes Jahr mit einem neuen Buch hervor - und an ihren Lebensumständen, ihrem Alltag. Sie teilen die Schwierigkeiten, die sie mit den »Wirklichkeitsmenschen« haben, und die Liebe zum Gehen im Freien, zu Landschaften, zur Natur. Im Mai 1981 schreibt Handke: »Hier ist ein wunderbarer Tag, und ich saß bis jetzt fast nur draußen und versuchte, sein Berichterstatter zu sein.« In Hermann Lenz hat er einen Vertrauten gefunden.
Berichterstatter des Tages: ein intensiver, poetischer und 25 Jahre bis zu Hermann Lenz' Tod anhaltender Briefwechsel - das Dokument einer Freundschaft. In knapp 300 Briefen tauschen die beiden geistesverwandten »Nebendraußensteher « in herzlichem, heiterem Tonfall ihre Beobachtungen zu Schreiben und Leben aus.

»Sie hätten bitte nichts ›Ordentliches‹ werden sollen.« Peter Handke an Hermann Lenz, Juli 1973

»Ohne Sie wäre ich niemals so knusperig und ...

Inhalt

Der 31jährige Peter Handke, der mit seinen Theaterstücken und den Erzählungen Die Angst des Tormanns beim Elfmeter und Wunschloses Unglück für großes Aufsehen gesorgt hat, veröffentlicht 1973 in der Süddeutschen Zeitung eine »Einladung, Hermann Lenz zu lesen« und empfiehlt die Bücher des fast 30 Jahre älteren Autors überschwenglich zur Lektüre: Er empfinde beim Lesen der Lenzschen Bücher Glück. So unterschiedlich die beiden Schriftsteller in Naturell, Schreibvorstellungen und Selbstverständnis sein mögen, ihr sich daraus entspinnender Briefwechsel offenbart eine unverbrüchliche Verbindung von Schreibtisch zu Schreibtisch. Als Lesende können wir teilhaben am Entstehungsprozeß ihrer Bücher – Lenz arbeitet an seinen autobiographischen Eugen-Rapp-Romanen, Handke tritt fast jedes Jahr mit einem neuen Buch hervor – und an ihren Lebensumständen, ihrem Alltag. Sie teilen die Schwierigkeiten, die sie mit den »Wirklichkeitsmenschen« haben, und die Liebe zum Gehen im Freien, zu Landschaften, zur Natur. Im Mai 1981 schreibt Handke: »Hier ist ein wunderbarer Tag, und ich saß bis jetzt fast nur draußen und versuchte, sein Berichterstatter zu sein.« In Hermann Lenz hat er einen Vertrauten gefunden.
Berichterstatter des Tages: ein intensiver, poetischer und 25 Jahre bis zu Hermann Lenz’ Tod anhaltender Briefwechsel – das Dokument einer Freundschaft. In knapp 300 Briefen tauschen die beiden geistesverwandten »Nebendraußensteher « in herzlichem, heiterem Tonfall ihre Beobachtungen zu Schreiben und Leben aus.

»Sie hätten bitte nichts ›Ordentliches‹ werden sollen.« Peter Handke an Hermann Lenz, Juli 1973

»Ohne Sie wäre ich niemals so knusperig und lecker geworden.« Hermann Lenz an Peter Handke, April 1975

Pressestimmen

»Es ist ein wundervolles Buch, sorgfältig kommentiert von seinen Editoren, von Peter Hamm mit einem schönen Epilog versehen – ein Freundschaftsbuch, ein Lesebuch, ein Weihnachtsbuch!«
Südwestrundfunk
»Das ergibt mehr als ein Zeitdokument: ein sehr anrührendes Buch, das Goethes Diktum widerlegen zu wollen scheint, >daß ein Großer wohl Freunde haben, aber nicht Freund sein< könne.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein innerlich erwärmendes Buch, um es mit Handkes Lobpreis von Lenz' Herbstlicht zu sagen: >Wieder bist Du einzig im Schaffen eines Atems, mit dem man mitatmen kann, von Bildern, die einen nicht beeindrucken, sondern öffnen und eintreten lassen ins Buch als in einen selbst.< So betritt man auch dieses.«
Westdeutsche Zeitung

Kommentare

ich finde der buchtitel "berichterstatter des tages" fällt ein wenig zu kurz. er bezieht sich auf ein einmaliges ereignis wo doch die sache an sich und deren inhalt sich weitaus ergiebiger und vor allem folgenreicher darstellen. es handelt sich immerhin um die erfahrungen, die einem beim lesen widerfahren.
C. Meyer, 24.01.2007

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