Inhalt
Antonia vergeht sich an einer prallen Physalis, Bruno nimmt den Honig, der an der gefüllten Ananas hinuntertropft, mit den Fingerspitzen auf. So das Private. Anders das Berufliche: Jeden Abend läuft die erfolgreiche Serie Nebenan im Fernsehen, jeden Tag sitzt Bruno Vegas in einer deutschen Filiale der größten Fernsehfabrik Europas und schreibt mit seinen Kollegen Folge um Folge. Er verliebt sich in Antonia, die erst seit kurzem für Nebenan arbeitet. Sie werden zu »Liebespendlern« zwischen zwei Städten. »Ein doppelter Raub bei gegenseitiger Beute«, kommentiert Freund Siegel. Bruno hat vor, sich aus dem Daily-Soap-Geschäft zurückzuziehen. Antonia will in der Firma Karriere machen. Was beiden gelingt, wird kein Gelingen für beide.
Ein Jahr nach der Trennung fährt er in Antonias Stadt. »Mich durchströmte ein Wohlgefühl des Wiedererkennens, als wäre ich nach Hause gekommen nach langer Reise. Ich ging durch diese Stadt wie beflügelt, wie frisch verliebt.« Genüßlich läßt Bruno seine »Liebeskrankheit« Revue passieren. Siegel hatte ihn gewarnt, diese Reise anzutreten und seine »geglückte Trennung« zu gefährden. Was Gloria, eine frühere Kollegin, ihm dann über Antonias weiteren Weg erzählt, verschlägt ihm den Atem. Er rennt zum Bahnhof. Am nächsten Morgen beginnt Bruno diesen Bericht. »Als erstes hatte ich den Titel: Beute machen.«