Theodor W. Adorno
Briefe und Briefwechsel

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Briefe und Briefwechsel - Band 4: Theodor W. Adorno/Max Horkheimer. Briefwechsel 1927–1969. Band 4.I: 1927–1937

Herausgegeben von Christoph Gödde und Henri Lonitz
Briefe und Briefwechsel
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D: 44,90 €
A: 46,20 €
CH: 77,00 sFr

Erschienen: 21.04.2003
Leinen, 608 Seiten
ISBN: 978-3-518-58362-3

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Unter den Briefwechseln Adornos ist der sich von 1927-1968 erstreckende mit Max Horkheimer nicht nur der umfänglichste, sondern auch der aufschlußreichste für Adornos Biographie und für die interne Arbeit wie die externen Wirkungen des Instituts für Sozialforschung. Die vollständige Edition dieses in weiten Teilen unveröffentlichten Briefwechsels, die auch hier erstmalig edierte Memoranden, Gutachten, Berichte und Briefe Adornos an Dritte einschließt, ist nicht weniger als eine Dokumentation der Geschichte der Kritischen Theorie und eines der zentralen Dokumente der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts. Im ersten Band, der 1937 endet - als Adornos Übersiedlung nach New York beschlossen ist - stehen Horkheimers Bemühen um die finanzielle Sicherung der theoretischen Arbeit in New York im Mittelpunkt und Adornos Entschlossenheit, seine eigene Arbeit für Horkheimers Intentionen fruchtbar zu machen. Sosehr sich Adorno bereit zeigt, die großen theoretischen Linien zu übernehmen, wie sie von Horkheimer, Löwenthal, Marcuse und Fromm geprägt sind, so sehr setzt er von Anfang an eigene Akzente. Sie kreisen vor allem um die Frage einer immanenten Kritik geistiger Produktionen, wie sie sich im Zuge seiner in Oxford unternommenen Arbeit über die »phänomenologischen Antinomien« bei Husserl ergeben hat. Die Überwindung des Idealismus, der Entwurf einer »materialistischen Logik«, die diesen nicht sozialhistorisch oder politisch von außen kritisiert, ist danach das große Projekt, das beide Briefschreiber als ihr eigentliches Werk betrachten.
 

Pressestimmen

»Das Niveau dieser beiden Intellektuellen war überwältigend hoch. Was sie,, nebenbei, ... auszutauschen wissen: Es wirkt derart hell und heiter geprägt von Lust am formulierenden Denken, lebendigem Wissenshintergrund, noblem Herzenstakt, daß man als Späterer beklommen erkennt, wie aberwitzig sich die Standards deutscher Geistigkeit seither zum Stupiden hin veränderten. ... Der erste Band des Horkheimer/Adorno-Briefwechsels macht lesesüchtig und erkenntnisselig. Zwei deutsch-jüdische Geister, eingeschlossen in finsterste Zwänge, blieben trotz allem offen, frei und stolz. Dafür fand Adorno die anmutig verzweifelte Formel: ›Wir verdüsterten Hedonisten‹.«
Joachim Kaiser, Süddeutsche Zeitung

»Die ... Briefsammlung macht erstmals alle verfügbaren Zeugnisse der über 40 Jahre währenden Korrespondenz Adornos mit Horkheimer in chronologischer Anordnung zugänglich und erschließt dadurch einen der philosophisch zentralen Schriftwechsel des 20. Jahrhunderts. Hierzu tragen auf vorbildliche Weise die jedem einzelnen Schriftstück gewidmeten Erläuterungen sowie das detaillierte Gesamtregister bei, dank derer die zahllosen Briefe, Postkarten und Telegramme, welche sich zu einem rund dreitausend Seiten umfassenden Textkonvolut auftürmen, in ihren jeweiligen zeithistorischen, theoretischen wie menschlich, allzu menschlichen Kontexten situierbar werden. Damit erweist sich die vierteilige Edition des Briefverkehrs zwischen Adorno und Horkheimer gleichermaßen als einzigartige Quelle zur heterogenen Bildungsgeschichte der Frankfurter Schule wie als imposante Dokumentation einer außergewöhnlichen persönlichen Verbindung.«

Thomas Wimmer, Widerspruch / Münchner Zeitschrift für Philosophie 49 (2009)

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