Paul Celan, Gisèle Celan-Lestrange
Briefwechsel - Mit einer Auswahl von Briefen Paul Celans an seinen Sohn Eric

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé. Herausgegeben und kommentiert von Bertrand Badiou in Verbindung mit Eric Celan. Anmerkungen übersetzt und für die deutsche Ausgabe eingerichtet von Barbara Wiedemann. 2 Bände
Briefwechsel
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D: 87,00 €
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CH: 125,00 sFr

Erschienen: 26.03.2001
Gebunden, 1208 Seiten
ISBN: 978-3-518-41219-0

Inhalt

Die 677 Dokumente dieses Briefwechsels aus den Jahren 1951–1970 sind ein einzigartiges Zeugnis. Paul Celan, ein Dichter von großer Diskretion, öffnet sich hier in der privatesten seiner Beziehungen.
Anschaulich, wenn auch oft erst im Zusammenhang mit der Kommentierung, werden nicht nur Entstehung und Hintergrund vieler seiner Gedichte. Anschaulich wird sein Verhältnis zu Deutschland, diesem ihm auf seinen Reisen trotz der deutschen Muttersprache so fremd bleibenden Land. Zugleich dokumentieren diese Briefe auch den Lebensweg der Künstlerin Gisèle Celan-Lestrange; sie zeichnen ihre künstlerische Entwicklung von den Anfängen als Malerin bis hin zu ihren bedeutenden graphischen Werken und der Zusammenarbeit mit Paul Celan. Anschaulich werden aber auch die verzweifelten Phasen dieser Ehe, Celans Zusammenbrüche und Klinikeinweisungen, die sich erneuernden Hoffnungen und die bis zum Schluß trotz aller Trennungen gemeinsam getragene Sorge um den Sohn Eric.

Die Ausgabe enthält neben dem Briefwechsel eine Auswahl der Briefe Celans an seinen Sohn sowie ergänzende Dokumente. Den ersten Band mit den Brieftexten erschließt ein zweiter mit Nachworten, ausführlichen Anmerkungen, einer umfassenden Zeittafel, Werkverzeichnissen und Registern.

 

Pressestimmen

»Der Briefwechsel Celans mit seiner Frau Gisèle de Lestrange legt Fakten offen, die man bisher nur ahnen konnte, lässt die Persönlichkeit Paul Celans in all ihren Facetten erkennen und gibt unerwartet konkrete Aufschlüsse über die Entstehungsbedingungen seines Werkes ... Dieser Briefwechsel nimmt den Leser mit. Es ist die Geschichte eines großen Dichters und einer großen, verzweifelten Liebe, es ist die Geschichte eines Scheiterns. Wie die Verleumdungen Claire Golls, wie der Antisemitismus in Deutschland nach 1945 auf Celan wirkten, wie ihm der Literaturbetrieb zusetzte, der mit all seinen Eitelkeiten und Intrigen für ihn nur als eine Ausweitung der Goll-Affäre erkennbar war - das ist hier genauso nachzulesen wie die Entstehung einer Poesie, die unwiederholbar ist.«
Helmut Böttiger, Die Zeit

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