Hans Blumenberg, Carl Schmitt
Briefwechsel 1971-1978 - Und weitere Materialien

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Alexander Schmitz und Marcel Lepper. Mit einem Bildteil
Briefwechsel 1971-1978
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D: 26,80 €
A: 27,60 €
CH: 36,90 sFr

Erschienen: 08.10.2007
Gebunden, 309 Seiten
ISBN: 978-3-518-58482-8

Inhalt Inhaltsverzeichnis

»Ich möchte Ihnen daher auch das nackte Faktum mitteilen, daß ich 1971 den Kontakt zu Carl Schmitt gesucht und gefunden habe. Darüber wird viel später mehr zu sagen sein«, schreibt Hans Blumenberg 1977 an Jacob Taubes angesichts einer Kontroverse, die mit Die Legitimität der Neuzeit begonnen hatte. Schmitt hatte Blumenbergs Einwände gegen seine Theorie zwar ernst genommen, sie aber zugleich dezidiert zurückgewiesen. Ihre Fortsetzung fand die Auseinandersetzung in einem guten Dutzend bisher unpublizierten Briefen, die Blumenberg und Schmitt über die Grundlagen neuzeitlicher Weltsicht und Anthropologie, über Goethes »ungeheuren Spruch«, aber auch über Geschichtsphilosophie, Eschatologie und Selbstmord wechselten.
Da Carl Schmitts Repliken auch sichtbare Spuren im Werk hinterlassen haben, bringt die Edition neben dem vollständigen Briefwechsel und weiteren unveröffentlichten Texten aus dem Blumenberg-Nachlaß auch Auszüge aus den bereits publizierten Schriften. Die Auseinandersetzung zwischen dem Philosophen und dem umstrittenen Juristen wird  erstmals umfassend greifbar.

Pressestimmen

»Dieser Briefwechsel ist spannend wie eine Schachpartie: Die Höflichkeit, die den Gedankenaustausch auszeichnet, die wache Bereitschaft, jedes Argument in seinem ganzen Gewicht zu würdigen, die Verschworenheit beider Autoren, alles auf den Gedanken zu setzen, hat etwas von der Ruhe eines Spiels mit höchsten Einsätzen.«
Henning Ritter, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Wer den 1920 geborenen und 1996 verstorbenen Philosophen Hans Blumenberg bereits durch seine großen Bücher kennt, der wird den Brief- und Materialienband zu Carl Schmitt (1888-1985) nur begrüßen können. ... Bemerkenswert sind die Briefe für die Beurteilung des Philosophen Blumenberg und des Juristen Schmitt. ... Wichtiger aber noch ist es, den Briefeschreiber Blumenberg kennenzulernen. Unter Archivkennern galt er schon lange Zeit als einer der letzten Großen, die diese Kommunikationsform in fast altertümlicher Weise nutzten und erst nahmen. Die Variationsbreite der Tonlagen ist schlicht beeindruckend.«
Thomas Meyer, Frankfurter Rundschau

»Zwei der scharfsichtigsten deutschen Gelehrten des 20. Jahrhunderts wechseln ein paar Briefe über eine Kontroverse, die sie miteinander haben. Etwas ganz Normales. Etwas ganz Unnormales. Jetzt liegt der Briefwechsel zwischen beiden vor.«

Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

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