Brigitta Eisenreich
Celans Kreidestern - Ein Bericht. Mit Briefen und anderen unveröffentlichten Dokumenten

Unter Mitwirkung von Bertrand Badiou
Celans Kreidestern
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Erschienen: 20.06.2011
suhrkamp taschenbuch 4256, Broschur, 266 Seiten
ISBN: 978-3-518-46256-0

Inhalt

Erst vierzig Jahre nach dem Tod von Paul Celan offenbart Brigitta Eisenreich die Geschichte ihrer Liebe, die sie zehn Jahre mit dem Dichter verband. Die Beziehung beginnt 1952, kurz nachdem Celan Gisèle de Lestrange geheiratet hat, und ist eine seiner längsten und zugleich verborgensten. Heimlich besucht er Brigitta, die beiden lesen zusammen, diskutieren und manchmal gönnen sie sich einfach ein gutes Essen. Bei ihr findet Celan, der im Alltag französisch spricht, die Sprache seiner Mutter wieder. Sprach- und Liebesakt werden eins.

Aus der Intensität von Brigitta Eisenreichs Erinnern an ihre Liebesbeziehung mit Paul Celan öffnet sich ein neuer Blick auf Celans Werk und sein Leben, auf die Strahlkraft ebenso wie auf die Gegensätze und das Rätsel seines Wesens. »Von allem Anfang an war mir klar, daß ich in etwas Schweres hineinging, daß es sich um keine Liebschaft der Art handeln konnte, deren Ort, Namen, Umstände, wenn ihre Zeit vorbei war, man leicht vergessen könnte.«

Pressestimmen

»Brigitta Eisenreich geht es um Tatsachen, um Lebensmaterial, das neue Deutungen ermöglicht und das Bild dieses vielgesichtigen Poeten noch weiter kompliziert. ... ein sehr schönes, durch seine noble Sachlichkeit berührendes Buch.«

Iris Radisch, Die Zeit

»Eisenreich führt jedenfalls keinen späten Rachefeldzug einer verheimlichten Geliebten. ... Sie setzt vielmehr akribisch genau auf Fakten im Geiste größtmöglicher Wahrheitsfindung durch Dokumente, Erinnertes, Anmerkungen und Zeitzeugenaussagen zur Erhellung des dichterischen Schaffens von Paul Celan. Es ist ein Sachbuch, das etwas vom Glanz  der histrorisch verschleiernden Gloriole wegpoliert, um die schöpferische Leistung eines tief emotional empfindenen Sprachkünstlers zu erhellen.«

Heiner Brückner, Nordbayerischer Kurier

»Ihre Gedichte sind die ’Heimliche Begleitmusik‘ zu Celans Lyrik.«

Renate Wiggershaus, Frankfurter Rundschau

»Das Ergebnis ist insofern überraschend, als Brigitta Eisenreich merklich mit ihrem Lebensmaterial kämpft und recht extravagant die Textsorten wechselt. Zum einen betätigt sie sich als Hobby-Hermeneutikerin und rekonstruiert die Entstehungsgeschichte der Celan-Gedichte. Zum anderen spürt sie dem eigenen Leben nach ...«

Jürgen Becker, Süddeutsche Zeitung

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