Jan-Werner Müller
Das demokratische Zeitalter - Eine politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert

Aus dem Englischen von Michael Adrian Mit zahlreichen Abbildungen
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Gepl. Erscheinen: 12.03.2018
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2243, Broschur, 509 Seiten
ISBN: 978-3-518-29843-5

Inhalt

Das demokratische Zeitalter ist die erste umfassende Studie des politischen Denkens in Europa, die den ganzen Kontinent in den Blick nimmt und die Vorgeschichte des heute vieldiskutierten postdemokratischen Status quo liefert, ohne die sich dieser nicht verstehen lässt. Sie setzt 1918 ein und reicht bis zum Zusammenbruch der realsozialistischen Staaten Osteuropas Ende der 1980er Jahre. In einer meisterhaften Mischung aus Geistes- und Kulturgeschichte zeichnet Jan-Werner Müller nach, welche politischen Ideen und Köpfe das Zeitalter der ideologischen Extreme bis 1945 geformt und welche das Schicksal Europas danach maßgeblich bestimmt haben.

Im Original erschienen unter dem Titel Contesting Democracy. Political Ideas in Twentieth-Century Europe (Yale University Press).

Pressestimmen

»Müllers Überblick über die politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert behandelt eine schier unerschöpfliche Bandbreite an Intellektuellen, Ideologien und politischen Theorien. ... Ihm gelingt es dabei in seiner klar strukturierten, von stupendem Wissen geprägten und zugleich lesbaren intellektuellen tour de force, komplizierte intellektuelle Zusammenhänge verständlich zu machen und gedanklich zusammenzufassen.

Jasper M. Trautsch, Archiv für Sozialgeschichte

»In einem Mix aus Geistes- und Kulturgeschichte, bei dem der Autor viele einflussreiche Denker aller Couleur zu Wort kommen lässt, versucht er den ›politischen Ideenüberhau‹ vom Zeitalter der ideologischen Extreme bis 1945 und nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Siegeszug der Nachkriegsinnovationen ... dem Leser eindringlich näherzubringen.«

Wolfgang Taus, Wiener Zeitung

»Jan-Werner Müller zeigt eindrucksvoll und plastisch, dass der Weg Europas kein geradliniger war und dass man sich an zahlreichen Abzweigungen gründIich verlaufen konnte. Auf Müllers grandioser geistiger Tour durch Europa wird deutlich, wie in dem ganzen Wirrwarr aus Ideologien, Gedanken und Träumen eine politische Richtung zu einer ebenso beständigen wie bestimmenden Größe heranwuchs...«

Berthold Merkle, Südwest Presse Online

»Müller ist mit seinem Werk ein grandioser Wurf geglückt, auch weil es ihm gelingt, das Buch in der Gegenwart zu verankern.«

Rainer Kühn, Deutschlandradio

»Dass so viele Theoretiker genannt werden, hat nichts mit >name-dropping< zu tun. Zudem werden auch nur einzelne Denker exemplarisch für ihre Denkschule ausgewählt und eingehender dargestellt - und das mit großer Souveränität. Da der Ideen-Geschichtler sehr anschaulich und verständlich zu schreiben vermag und mitunter auch witzige Bemerkungen einfließen lässt, macht die Lektüre: einfach Spaß.«

Marcus Heumann, Deutschlandfunk

»Müller stellt in seinem spannenden und gut lesbaren Buch, das mit einer Fülle von auch unterhaltsamen Details genauso glänzt, wie mit großen Zusammenhängen, Fukuyama die Demokratie entgegen, über deren Zukunft man keine sicheren Aussagen machen kann.«

Hans-Martin Schönherr-Mann, Zeitschrift für Politik 1/2014

»... ein beeindruckendes Panorama unterschiedlicher Demokratie-Vorstellungen ...«

Christian Thies, Politisches Denken Jahrbuch 2013

»Sein [Jan-Werner Müllers] lesenswertes Buch lässt kaum eine Frage offen.«

fluter
»Es ist eine umfassende, eine große Studie.«
Steffen Kassel, suite101.de

Kommentare

Jan-Werner Müller legt eine beeindruckende Ideengeschichte des demokratischen Denkens des 20. Jahrhunderts vor, frei von eigener ideologischer Prägung, die im 20. Jahrhundert selbst oft den Blick verstellt hat. Der Ausgangspunkt ist das dem Denken Max Webers, dem gegenüber das Denken der idealistischen Intellektuellen wie Ernst Toller und Eisner gestellt wird ... Jan-Werner Müller liefert die Grundlagen zum Neuen Weiterdenken ...
Reiner Girstl, 03.04.2013

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