Alain Ehrenberg
Das erschöpfte Selbst - Depression und Gesellschaft in der Gegenwart

Aus dem Französischen von Manuela Lenzen und Martin Klaus. Vorwort von Axel Honneth.
Das erschöpfte Selbst
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D: 13,00 €
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CH: 19,50 sFr

Erschienen: 23.06.2008
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1875, Broschur, 335 Seiten
ISBN: 978-3-518-29475-8

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Die Ausbreitung von Depressionen, der steigende Konsum von Antidepressiva und die Zunahme der Alkoholabhängigkeit in den westlichen Gesellschaften sind für Alain Ehrenberg Reaktionen auf die allgegenwärtige Erwartung eigenverantwortlicher Selbstverwirklichung. Damit hat das Projekt der Moderne, die Befreiung des Subjekts aus überkommenen Bindungen und Traditionen, eine paradoxe Verkehrung erfahren. War die Neurose die pathologische Signatur eines repressiven Kapitalismus, so ist die Depression die Kehrseite einer kapitalistischen Gesellschaft, die das authentische Selbst zur Produktivkraft macht und es bis zur Erschöpfung fordert. Ehrenberg untersucht in einer erhellenden Kombination von Psychiatriegeschichte und Zivilisationsdiagnose, welchen psychischen Preis die Individuen für diese Verkehrung heute zu zahlen haben.

Pressestimmen

»Ehrenbergs Befund: Sich als Individuum zu befreien habe nervös gemacht, sich aber mit seinem eigenen Selbst behaupten zu müssen mache depressiv - denn jedem sitze das Scheitern im Nacken, das inzwischen als individuelles Versagen gilt. Wenn eine Demokratie immer noch mündige Bürger braucht, dann ist dieses Buch eine Lektüre für Demokraten.«
Elisabeth von Thadden, Die Zeit

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