Hg.: C. Henry Kempe, Ray E. Helfer
Das geschlagene Kind - Herausgegeben von Ray E. Helfer u. C. Henry Kempe. Mit einer Einleitung von Gisela Zenz. Übersetzt von Udo Rennert

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Erschienen: 07.07.1986
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 247, Taschenbuch, 360 Seiten
ISBN: 978-3-518-27847-5

Inhalt Inhaltsverzeichnis

In der Bundesrepublik gibt es weder spezifische sozialpolitische Maßnahmen noch praktisch-therapeutische Modelle noch irgendwelche langfristigen Programme, die sich auf das Problem von Kindesmißhandlungen beziehen. Explizite öffentliche Reaktionen gibt es nur im Bereich des Rechts, vor allem im Strafrecht, daneben auch im Familienrecht. Die in diesem Bereich bevorzugten Maßnahmen - Bestrafung des Täters, Unterbringung des Kindes im Heim oder einer Pflegestelle - sind aber weder therapeutisch noch prophylaktisch zureichend und zudem in ihrem Sinn inzwischen höchst umstritten. Der praktisch-politischen Handlungsunfähigkeit entspricht ein »systematisches Unwissen« über Genese, Entwicklung und Folgen von Kindesmißhandlungen. Außer vereinzelten kriminologisch-statistischen Arbeiten und sich wiederholenden klinischen Fallberichten und Beobachtungen von Kinderärzten und Gerichtsmedizinern bietet die wissenschaftliche Literatur in der Bundesrepublik nichts.

Demgegenüber hat sich in den USA seit dem Beginn der 60er Jahre eine systematische Forschung zu dieser Thematik auf interdisziplinärer Basis entwickelt. Das bedeutendste Zentrum dieser Arbeit ist in Denver und wird von Ray E. Helfer und C. Henry Kempe geleitet, die im Laufe der Jahre einen Stab qualifizierter Wissenschaftler (Psychiater, Röntgenologen, Juristen) und Praktiker (Sozialarbeiter, Richter, Staatsanwälte) interessieren und in ihre Arbeit einbeziehen konnten. Zentrale Ergebnisse dieser Arbeit werden in dem vorliegenden Buch vorgestellt. In der angelsächsischen Welt und unter Fachleuten hierzulande gilt es ...

Inhalt Inhaltsverzeichnis

In der Bundesrepublik gibt es weder spezifische sozialpolitische Maßnahmen noch praktisch-therapeutische Modelle noch irgendwelche langfristigen Programme, die sich auf das Problem von Kindesmißhandlungen beziehen. Explizite öffentliche Reaktionen gibt es nur im Bereich des Rechts, vor allem im Strafrecht, daneben auch im Familienrecht. Die in diesem Bereich bevorzugten Maßnahmen – Bestrafung des Täters, Unterbringung des Kindes im Heim oder einer Pflegestelle – sind aber weder therapeutisch noch prophylaktisch zureichend und zudem in ihrem Sinn inzwischen höchst umstritten. Der praktisch-politischen Handlungsunfähigkeit entspricht ein »systematisches Unwissen« über Genese, Entwicklung und Folgen von Kindesmißhandlungen. Außer vereinzelten kriminologisch-statistischen Arbeiten und sich wiederholenden klinischen Fallberichten und Beobachtungen von Kinderärzten und Gerichtsmedizinern bietet die wissenschaftliche Literatur in der Bundesrepublik nichts.

Demgegenüber hat sich in den USA seit dem Beginn der 60er Jahre eine systematische Forschung zu dieser Thematik auf interdisziplinärer Basis entwickelt. Das bedeutendste Zentrum dieser Arbeit ist in Denver und wird von Ray E. Helfer und C. Henry Kempe geleitet, die im Laufe der Jahre einen Stab qualifizierter Wissenschaftler (Psychiater, Röntgenologen, Juristen) und Praktiker (Sozialarbeiter, Richter, Staatsanwälte) interessieren und in ihre Arbeit einbeziehen konnten. Zentrale Ergebnisse dieser Arbeit werden in dem vorliegenden Buch vorgestellt. In der angelsächsischen Welt und unter Fachleuten hierzulande gilt es als »Klassiker« auf seinem Gebiet.

Das Buch beginnt mit einem historischen Überblick über Kindesmißhandlung und Kindestötung. Die folgenden Teile untersuchen medizinische, psychische und soziale sowie rechtliche Aspekte dieses Problemfeldes.

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