Josep Pla
Das graue Heft

Auswahl von Josep M. Castellet. Übersetzung aus dem Katalanischen und Nachwort von Eberhard Geisler
Das graue Heft
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A: 15,30 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 27.08.2007
Bibliothek Suhrkamp 1424, Pappband, 249 Seiten
ISBN: 978-3-518-22424-3

Inhalt

Daß er Schriftsteller werden will, weiß dieser junge Mann sehr früh – schon mit zwanzig schreibt er für mehrere Zeitungen. Vor allem aber schreibt er für sich: Tagebuch. Kein strindbergsches Ringen mit sich selbst, kein Hadern mit Gott und der Welt – er blickt um sich, schaut zu und beschreibt. Er will »versuchen, das intellektuell Schwierigste auf dieser Welt zu bewerkstelligen: die Wirklichkeit am Schopfe packen und möglichst lebendig erfassen«. Er schreibt ohne jede Rhetorik, spürbar geprägt von der Lektüre Montaignes und Stendhals, ein früher Leser aber auch von Proust. Das graue Heft, in den Jahren 1918/19 niedergeschrieben, kompositorisch überarbeitet und fast fünfzig Jahre später veröffentlicht, zeigt einen Schriftsteller im Werden: spitze Beobachtungen, Reflexionen, kurze Erzählungen und Porträts. Es ist genau diese lebendige Art Prosa, die Josep Pla (1897 – 1981) neben Mercè Rodoreda zu dem bedeutendsten katalanischen Schriftsteller im 20. Jahrhundert machen wird. Er hat ein riesiges, vielfältiges Werk hinterlassen. Nur das Schreiben dicker Romane war seine Sache nicht; das kommt seinem Tagebuch sichtlich zugute.

 

Im Original erschienen unter dem Titel El quadern gris (Edicions Destino i Edicions 62, Barcelona).

Pressestimmen

»Das schönste Geschenk in diesem Jahr sind die Übersetzungen von Josep Pla, einem Giganten der katalanischen Literatur.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Pla ist ein guter Unterhalter, erzählt, denkt nach, wundert sich, weiß eine Menge Anekdoten zu erzählen und sacht Ironie zu streuen. Und vor allem ist er ein brillanter Erzähler. Ein paar Pinselstriche, und Menschen, Landschaften erscheinen fast wie von selbst. Ein paar exakt gesetzte Adjektive, und Stimmungen, Orte, werden greif- und fühlbar. Der unaufgeregte Tonfall und die unbedingte Nähe zur Wirklichkeit sind Programm. Es wird bald deutlich: die Aufzeichnungen aus den frühen Jahren sind nur der Ausgangspunkt, Pla hat sie später sorgfältig überarbeitet. Das Tagebuch ist ein Kunstgriff - im Grunde findet sich dort die Quintessenz seines Schreibens: Die Suche nach einer klaren, von Manierismen und Künstlichkeit befreiten Sprache, die Hinwendung zum realen Leben.«
Jennifer Wilton, Literarische Welt

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