Anna Katharina Hahn
Das Kleid meiner Mutter - Roman

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Erschienen: 07.03.2016
Gebunden, 311 Seiten
ISBN: 978-3-518-42516-9
Auch als eBook erhältlich

SWR-Bestenliste

Inhalt

Madrid im Sommer 2012: Krass zeigen sich in der Hauptstadt die Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise. Die junge Ana María, genannt Anita, gehört zur »verlorenen Generation«, der jede Möglichkeit einer selbstbestimmten Existenz genommen wurde. Ihr Bruder, ein promovierter Germanist, hat sich bereits nach Berlin abgesetzt, um auf dem Bau sein Geld zu verdienen. Anita ist aus Not in ihr altes Kinderzimmer zurückgezogen. Halt geben ihr neben der Familie nur ihre Freunde, die das Schicksal der Dauerarbeitslosigkeit mit ihr teilen, und die regelmäßigen Demonstrationen auf der Puerta del Sol im Herzen der überhitzten Metropole. Doch alles Schlimme lässt sich noch steigern: Eines Tages liegen Anitas Eltern tot in der gemeinsamen Wohnung. Unversehens rutscht sie in das Leben der Mutter hinein. Anita muss nur eines ihrer Kleider überstreifen, schon halten sie alle – auch Mutters geheimnisvoller deutscher Liebhaber – für Blanca. Und deren Alltag ist viel aufregender, als Anita sich hätte träumen lassen: »Es fühlte sich gut an, meine Mutter zu sein. Ich war schön, auf eine mir unbekannte Weise … Selbst in den Gesichtern mancher Frauen sah ich ein Aufleuchten.«
Unerschrocken nimmt Anna Katharina Hahn in ihrem dritten Roman die drängendsten Probleme der Gegenwart ins Visier: Das Kleid meiner Mutter ist ein phantastischer Generationen- und Liebesroman aus den Zeiten der Eurokrise und zugleich ein poetisches Welttheater zwischen Spanien, Berlin und Stuttgart. Am Ende scheinen fast alle Fäden bei einem geheimnisumwitterten Schriftsteller zusammenzulaufen, dem man nachsagt, über Leichen zu gehen. Doch vielleicht ist auch das eine Täuschung.

Pressestimmen

»In sehr einfacher, undramatischer Sprache entwickelt Anna Katharina Hahn so aus einer Erzählung des Alltags in Madrid ein großes europäisches Tableau, ein romantisches Welttheater, und wir lernen: Das Leben gibt es, aber nur jetzt!«

Denis Scheck, daserste.de; ARD

»Anna Katharina Hahns Roman ist Gesellschaftsdiagnose und Generationsporträt, seine Verspieltheit steht dem nicht im Weg.«

Elmar Krekeler, DIE WELT

»Das ist mehr als bloß ein Kabinettstückchen und lässt viele krampfhafte Gegenwartsposen der jüngeren deutschen Literatur gestiefelt, gespornt und umso leichtfüßiger hinter sich.«

Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

»Ein Buch über die performantive Kraft der Literatur ... eine Form von Entidealisierung der Elterfiguren – vorbildhaft vorgeführt  ... faszinierend, wie Anna Katharina Hahn Stimmen imitieren kann.«

Svenja Flaßpöhler, 3sat Buchzeit

»Das Buch lädt ein, es zu interpretieren ... ein literarisches Rätselspiel ... die Verpuppung der Eltern ist eine geniale Idee.«

Ina Hartwig, 3sat Buchzeit

»Anna Katharina Hahn erweist sich als große Erzählerin.«

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es bedarf einer technischen Könnerschaft und einer klaren, luziden Sprache, um all diese Erzählstränge beisammen zu halten. Anna Katharina Hahn kann das.«

Christoph Schröder, taz. die tageszeitung

»Überhaupt muss gelobt werden, wie die Autorin das Bittere mit feinem Humor untersetzt und wie sie eben der Tristesse einen Himmel aus Geheimnis gibt.«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

»Ein phantastischer Liebes- und Generationen-Roman in Zeiten der Eurokrise ... witzig, ironisch und gelegentlich fast schon surreal.«

Karin Gramling, SWR

»Leseempfehlung ... ein düsterer Roman über eine verlorene Generation.«

3sat Februar 2016

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Kommentare

»Ein Buch über Literatur ... eine Liebeserklärung an die Mutter ... ein allegorisches und intellektualistisches Buch«
Barbara Vinken, 13.03.2016

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