Svenja Leiber
Das letzte Land - Roman

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Erschienen: 07.03.2015
suhrkamp taschenbuch 4576, Taschenbuch, 307 Seiten
ISBN: 978-3-518-46576-9
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein Roman über den Klang der Zeit, der ein ganzes Künstlerleben umspannt und fast das gesamte 20. Jahrhundert in Deutschland

Anfang des 20. Jahrhunderts in Norddeutschland. Ruven Preuk, jüngster Sohn des Stellmachers, verfügt schon als Kind über eine außerordentliche musikalische Begabung: Er sieht Töne, und auf seiner Geige spielt er sonderbare Melodien. Das bringt ihm auf dem Dorf nicht nur Bewunderung ein. Schließlich erkennt auch der alte Preuk, dass mit seinem Sohn nichts anzufangen ist. Verzweifelt versucht er, ihm die Töne aus dem Leib zu prügeln. Dann lässt er ihn ziehen.

In der Stadt lernt Ruven beim Juden Goldbaum, in dessen Enkelin Rahel er sich ebenso verliebt wie in den Glauben an eine strahlende Karriere. Kunst bedeutet Freiheit und Anerkennung, aber die Nazis legen schon die Gewehre an. Als sein Durchbruch unmittelbar bevorsteht, reißt der Zweite Weltkrieg Deutschland in den Abgrund. Und Ruven muss erneut seinen Weg finden, am Ende aller Melodien.

Mit Das letzte Land legt Svenja Leiber einen kapitalen Bildungsroman vor: Während um ihn herum ein ganzes Land in sich zusammenfällt, folgt ein außergewöhnlicher Musiker gegen alle Widerstände seiner Begabung.

 

»Svenja Leiber lässt den Menschen literarisch Gerechtigkeit widerfahren, vor allem jenen, die hilflos vor sich selber sind.« Wend Kässens in der Laudatio zum Werner-Bergengruen-Preis

Alle Kommentare

»›Das letzte Land‹ ist ein berührendes, intensives und überaus gut geschriebenes Buch, das von Liebe und Verrat erzählt, von dem Wunder der Musik, von verpassten Chancen und dem alles verschlingenden Krieg. Ein Buch, von dem ich sagen muss: Es sollte Pflichtlektüre sein.«
Mariki, buecherwurmloch.wordpress.com, 01.09.2015
»›Das letzte Land‹ von Svenja Leiber ist ein wirklich fantastischer Roman. ... Das Verdienst der Autorin liegt neben ihrer eindringlichen, zwischen grob und lyrisch schwebenden Prosa, in dem tiefsinnigen Portrait einer verlorenen Generation und der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts. ›Das letzte Land‹ ist wirklich absolut großartige, bedeutsame Literatur.«
Charlotte, charlisabethsnivispluma.blogspot.de, 14.05.2015
»›Das letzte Land‹ ist einer der Romane dieses Jahr, die in dem Wust an Neuerscheinungen etwas untergegangen zu sein scheinen, doch diese Geschichte hat es verdient, entdeckt und gelesen zu werden und zwar von möglichst vielen!«
Mara, buzzaldrins.de, 05.11.2014
»Am Ende des Romans ist ein kräftiger Nachhall des Werkes zu spüren, das innerlich nachwirkt, weil es ergreift, über all die großen Lebensthemen nachdenklich stimmt und mit seiner bildgewaltigen Sprache das Lesen zu einem besonderen Erlebnis macht.«
Constanze Matthes, zeichenundzeiten.blogspot.com, 29.10.2014
»Ein großartiger Roman, ich war sehr beeindruckt von der schönen, kraftvollen Sprache. Beeindruckt hat mich die kraftvolle Lesung von Burghard Klaußner. Ein Erlebnis!«
bernd mittelstädt, 07.06.2014
»Es gab bisher keine vielschichtigere und weitsichtigere Autorin mit grandiosem Sprachempfinden wie SVENJA LEIBER. Sie ist jung und bereits die größte Schriftstellerin, die es seit langem gab, garantiert weitaus bedeutender als zur Zeit allgemein erkannt.«
Gitta Tams, 23.05.2014
»Leiber schreibt in einer kräftigen Prosa gegen die Hilflosigkeit ihrer Figuren im Angesicht des Schicksals und der Geschichte an. Dialektale Färbungen, die tabuisierte Sprache der naiv-abergläubischen Landbevölkerung, kraftvolle Metaphern und oftmals sprichwortartige Formulierungen sorgen für eine sprachliche Wucht, der man sich nur schwer entziehen kann.«
Marino Ferri, buecherrezension.com, 14.05.2014
»Svenja Leiber ist eine äußerst lebensvertraute, hellsichtige und kluge Schriftstellerin mit überragendem Qualitätsempfinden.«
Dr. Dirk Beckerhoff, 30.03.2014
»Svenja Leiber holt in ihrem neuen Roman weit aus und verwebt die Fäden ihres bisherigen Erzählens gekonnt zu einem großen Ganzen.«
Fabian Thomas, fixpoetry.com, 26.03.2014
»Gestern habe ich ›Das letzte Land‹ von S. Leiber fertig gelesen und muss Ihnen gleich schreiben!!! Dieser Titel ist jetzt schon eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr, ein wunderbares Debut, sprachlich ein Genuss, inhaltlich von der ersten Seite an mitreißend...
Ich stamme selber aus dem hohen Norden und bin in einer ähnlich ländlichen Gegend aufgewachsen, daher meine ich, beurteilen zu können, dass Frau Leiber in ihrer Figurengestaltung (und deren Sprache, die das ›norddeutsche Wesen‹ richtig gut zum Ausdruck bringt) und der Atmosphäre dieses Buches ganz grandios und glaubwürdig einen Einblick in die Seele und das Herz Schleswig-Holsteins zu geben vermag.
Ganz große Klasse. Ich bin begeistert!«
Buchhandlung Karmann, Schlüchtern
A. Pfannenschmidt, 26.03.2014
»Großartig, ganz besonders großartig rufe ich Ihnen für "Das letzte Land" zu. Unsere Buchhändlerin hier am Ort hat mir Ihr Buch VOR dem offiziellen Erscheinungstermin gegeben - welch ein Geschenk! Erstens ist die "histoire" interessant, aber was Sie auf der sog. Discours Ebene vermögen, überzeugt mich völlig. Ein großer Wurf und ich danken Ihnen von Herzen für dieses Buch!«
Hochachtungsvoll, Thomas Rink
Thomas Rink, 13.03.2014
»Ich bin begeistert von Svenja Leibers Roman!
Hatte anfänglich Schwierigkeiten, einzusteigen, habe dann aber wie im Rausch bis nach Mitternacht gelesen.
Ein großer Roman mit einer kraftvollen, zugleich höchst poetischen Sprache. Begeistert haben mich insbesondere die teils unscheinbar, teils sehr stark auftretenden Frauenfiguren.«
Christiane Schröter, Georg Büchner Buchladen, Berlin, 08.03.2014
»Svenja Leiber ist mit ›Das letzte Land‹ ein großartiger Roman gelungen, der ganzen Generationen den Spiegel der Gesellschaft vorhält. Sie beschreibt den Weg eines jungen Musikers durch die Wirrungen der Weimarer Republik und später durch das dritte Reich.
Sprachlich ist der Roman in meinen Augen ganz großes Kino, der vor allem auch durch die Frauenbilder der Zeit zu überzeugen weiß.
... Insbesondere auch Liebhaber von geschichtlichen Romanen werden mit diesem Buch ihre wahre Freude haben. Ich habe das Buch sehr genossen und ich freue mich das Buch mit 5 von 5 Sternen zu bewerten. Obendrein gibt es noch eine Leseempfehlung.«
unclethom, 08.03.2014
»Das ist für mich Svenja Leibers Kunst, dass sie Szenarien erschafft, die in unserem Inneren Kontur annehmen und dafür nicht Worte über Worte aufs Papier wirft, sondern zu einer einmaligen Knappheit fähig ist. ... Sie überlässt so dem Leser einen großen Freiraum, in dem er sich vieles denken und ausmalen kann. ... Und bevor ichs mich versah, war das Buch leider doch beendet und die Sonne im Garten ging unter und ich saß noch eine Weile auf meiner Terrasse in der kühlen Uckermarkluft und lächelte vor mich hin. Denn nur selten liest man ein solches Buch, ein großes Buch.«
Susanne Becker, http://lobedentag.blogspot.de/, 08.03.2014
»Gebannt habe ich dieses Buch gelesen. Die prägnanten Sätze der Autorin vermitteln (emotional) überwältigend viel. Sie hat in ihrem Kunststück mehr als nur ein Stück deutscher Geschichte belletristisch verpackt. Für mich ist mit Das letzte Land ein Psychogramm meiner Heimat entstanden, für das ich dem Verlag und Frau Leiber danke.«
Christoph Sporns, Bücherstube Fischland, Ostseebad Wustrow, 07.03.2014

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