Lambert Wiesing
Das Mich der Wahrnehmung - Eine Autopsie

Das Mich der Wahrnehmung
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D: 17,80 €
A: 18,30 €
CH: 31,00 sFr

Erschienen: 18.05.2009
Broschur, 228 Seiten
ISBN: 978-3-518-58523-8

Inhalt

Wer wahrnimmt, weiß, wie es ist, ein Wahrnehmender zu sein. Dieses besondere Wissen des Menschen um seine eigene Lage ist das Thema einer Phänomenologie, die den Versuch wagt, um der sicheren Erkenntnis willen auf jede Modellbildung zu verzichten. Gerade wenn sich die traditionellen Modelle der Wahrnehmung als Mythen erweisen, muß die Erfahrung des Wahrnehmens selbst zum Thema werden. Diese Erfahrung erlaubt nicht länger, das Ich der Wahrnehmung in den Mittelpunkt zu rücken und Wahrnehmung als Produkt des Subjekts zu denken. Sie verlangt vielmehr, die Abhängigkeiten umzukehren und die Folgen der Wirklichkeit der Wahrnehmung für das Subjekt zu beschreiben. Nicht das Ich, das die Wahrnehmung hervorbringt, wird thematisiert, sondern die Wahrnehmung, die mich hervorbringt und in der Welt sein läßt. Dieses Mich der Wahrnehmung gilt es zu beschreiben: Zu welchem Dasein, zu welcher Art der Weltpartizipation zwingt mich meine Wahrnehmung? Und inwiefern erlaubt etwa die Bildwahrnehmung eine Pause von dieser Partizipation? Das sind Grundfragen eines philosophischen Entwurfs über den Menschen, dem es über das Thema der Wahrnehmung hinaus um die Möglichkeit des phänomenologischen Philosophierens geht: um die Möglichkeit einer Philosophie ohne Modell.

 

Pressestimmen

»Wiesings vorbildlich klare Analyse, die Schritt für Schritt Hypothesen dekonstruiert und zur Selbstreflexion animiert, schafft ein Bewußtsein für das »Mich der Wahrnehmung«, das dem Buch seinen Titel gibt. Wer von der Wahrnehmung als dem Gewissen und Primären ausgeht, dem erscheint das Subjekt als ein »nachgängiges« Objekt. Statt von einem »Ich«, das wahrnimmt, spricht man dann davon, dass die Wahrnehmung ein Subjekt - mich - »macht«. ... Lambert Wiesings wahrnehmungsphilosophische Studie ... beschert dem phänomenologischen Denken eine eindrucksvolle Renaissance.«

Wolfgang Ullrich, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wiesings Herleitung, Entwicklung und Begründung [seines] Zentralgedankens ist von bestechender Klarheit und gedanklicher Breite sowie großer argumentativer Stringenz; ganz nebenbei erhält der Leser auch noch brillante Miniaturen der Theoriegeschichte - von der Wahrnehmungsphilosophie bis zur Bildtheorie - und eine veritable Einführung in die Phänomenologie. ... Lambert Wiesings Buch lässt sich lesen als neue Grundlagentheorie unseres Selbstverständnisses als wahrnehmende Wesen, denen keine Unübersichtlichkeit oder Wirklichkeitsskepsis prinzipiell etwas anhaben kann und die gerade in der Zumutung ihrer selbst und ihrer Umwelt bei sich zuhause sind.«

Jan Urbich, Süddeutsche Zeitung

»Wiesing geht aufs Ganze: All diese grundsätzlichen Betrachtungen und Analysen werden aus der Perspektive eines Denkers erzählt, der schon seit längerem die Fragen im Blick hat, die er nun zusammenfassend beantworten will«

Florian Arndtz, Journal Phänomenologie 01.11.2009

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