Georges Didi-Huberman
Das Nachleben der Bilder - Kunstgeschichte und Phantomzeit nach Aby Warburg

Aus dem Französischen von Michael Bischoff Mit zahlreichen Abbildungen
Das Nachleben der Bilder
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Erschienen: 11.10.2010
Gebunden, 647 Seiten
ISBN: 978-3-518-58553-5

Inhalt

Wie kann man ein Bild verstehen? Indem man die Erinnerung und das Gedächtnis befragt, die in einem Bild am Werk sind, das »Nachleben«, so die Antwort Georges Didi-Hubermans. Im Anschluß an diesen aus seiner Sicht zu Unrecht aufgegebenen Begriff Aby Warburgs nähert sich Didi-Huberman dem Phantomcharakter der Bilder, ihrer Fähigkeit zu spukhafter Wiederkehr.
Aby Warburg hat das »Nachleben« der Bilder als erster zum zentralen Motiv einer anthropologischen Erforschung der westlichen Kunst gemacht. In seiner meisterhaften Studie untersucht Didi-Huberman dieses Motiv im Hinblick auf seine Logik, seine Quellen und seine philosophischen Hintergrundannahmen. Indem er Warburg mit Jacob Burckhardt, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud ins Gespräch bringt, wirft er einen faszinierenden Blick auf das paradoxe Leben der Bilder zwischen Zeitgebundenheit und Ewigkeit.

Pressestimmen

»Es ist ein Meisterwerk, das nicht nur die historische Sichtweise auf die so genannte ›Warburg Schule‹ grundlegend verändern, sondern auch das Selbstverständnis der Kunstgeschichte als Bildwissenschaft neu bestimmen wird und so auch dem deutschen Leser wertvolle Einsichten bescheren wird.«

Michael Wetzel, Deutschlandfunk

»Die gespensterhafte Nachwirkung von Bildern in Bildern, ihr Nachleben, verdoppelt sich gleichsam im Nachleben Aby Warburgs selbst, den keine Kunst- oder Kulturwissenschaft je wird fassen und einordnen können, da er deren Grenzen und Disziplinierungen stets von neuem in Frage zu stellen zwingt. Das überzeugend gezeigt zu haben, ist der Verdienst Georges Didi-Hubermans.«

Michael Mayer, Neue Zürcher Zeitung

»Gleichzeitig werden nämlich eine neue Maßstäbe setzende Edition der Schriften Aby Warburgs und die herausforderndste und umstrittenste, in jedem Falle wohl gedankenreichste Deutung des legendären Hamburger Ideenfabrikanten und Bibliotheksgründers durch den französischen Kunsthistoriker Georges Didi-Huberman zugänglich gemacht.«

Thomas Mayer, Die Welt

»Kein französischer Geisteswissenschaftler ist so präsent in Deutschland: Fünfzehn Bücher liegen in Übersetzungen vor, und auch dieser Band ist von Michael Bischoff in klares und lebendiges Deutsch übersetzt worden. Didi-Hubermans Warburg ist sicher der strengste und forderndste Warburg.«

Wolfgang Kemp, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es gelingt ihm ein faszinierender Blick in die Parallelwelt von Bild- und Traumgeschichte im Kontext wissenschaftlicher Spurenlese der verborgenen Nachtseiten moderner Zivilisation durch Ethnologie, Psychoanalyse, Kultursoziologie und Symbolforschung.«

Aschatz von Müller, Zeit Literatur November 2010

»Beeindruckend und meisterhaft ist, wie Didi-Huberman es versteht, seine Argumentation durch verschiedenste Metaphernfelder zu manövrieren und damit immer wieder neu aufzuladen und zu verdichten. Indem der Verfasser über weite Strecken von Bildern nicht nur abstrakt beschrieben, sondern gleichzeitig lebhaft demonstriert.«

Malte Völk, portal ideengeschichte 5/2011

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