Ernst Jandl
Das Öffnen und Schließen des Mundes - Frankfurter Poetikvorlesungen 1984/1985

263 Minuten. Farbe Zwei DVDs mit Materialien Deutsche Originalfassung
Das Öffnen und Schließen des Mundes
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D: 29,90 €
A: 30,80 €
CH: 42,50 sFr

Erschienen: 19.07.2010
fes 17, 0 Seiten
ISBN: 978-3-518-13517-4

Inhalt

Vor einem begeisterten Publikum hält Ernst Jandl im Wintersemester 1984/1985 die Frankfurter Poetikvorlesungen. Seit den sechziger Jahren zählte Jandl zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern experimenteller Lyrik und Theaterstücke, hier nun filmt ihn die Kamera im Hörsaal: beim Sprechen, Pfeifen, Wangenaufplustern, Grimassieren. Wir sehen den Autor mit Rasanz, Ironie, Boshaftigkeit und Lust an Lauten und Tönen seine »visuellen lippengedichte« darbieten, bei geschlossenem Mund seinen »beitrag zur neuen innerlichkeit« zu Gehör bringen oder liebevoll Kurt Schwitters' »Kleines Gedicht für große Stotterer« vortragen (»Ein Fischge, Fisch, ein Fefefefefischgerippe / Lag auf der auf, lag auf der Klippe«). Und er verhöhnt – natürlich – die Spießermoral der vermeintlichen Humanisten, indem er ihnen ihre Unmenschlichkeit in »heruntergekommener Sprache« lyrisch verwandelt entgegenschleudert (»ich sein sprachenkunstler, sprachenkunstler / ich dir zitieren einen goethen«). Wir haben teil an den bis heute wohl heitersten Poetikvorlesungen, die Jandl selbst in ein Kunstwerk verwandelt und die mit der vorliegenden Ausgabe erstmals seit der Aufnahme vor 25 Jahren in voller Länge vorliegen.

Pressestimmen

»vieles Wissenswerte, das auch Kennern neue Sichtweisen eröffnen dürfte …  Wie produktiv und erkenntniserweiternd die Kombination aus Ton und Bild sein kann, illustriert die nun auf DVD erhältliche Vorlesungsreihe.«

Nils Bernstein, literaturkritik.at

»Großes Kino für gegenwärtige und künftige Jandlfreunde.«

Frank Willmann, weltexpress.de

»Hier lässt sich ein veritabler Dichter nicht nur in die Karten blicken, sondern auch ins Nähkästchen. … Und der Liebhaber kann den Player stoppen; kann Passagen noch einmal abrufen, wegen so genannter ›Lieblingsstellen‹; kann sich erfreuen an dem spitzbübischen Gymnasiallehrer-Gesicht eines Buchstaben-Beleuchters und Satz-Bau-Meisters.«

Jürgen Werth, NDR Kultur

»Erstmals seit 25 Jahren liegen nun die Aufnahmen in voller Länge vor. In einem umfangreichen Beiheft finden sich viele Erläuterungen und Materialien. ›Es bedarf eines hörbaren und sichtbaren Sprechers, und es bedarf eines Publikums‹, meinte er noch selbst dazu. Schallplatte und Buch zeigen einfach nur einen Teil. Jetzt wurde sein Wunsch erfüllt.«

buchmedia magazin Herbst/Winter 2010

Videobeiträge

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