Michael David Lukas
Das Orakel von Stambul - Roman

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Das Orakel von Stambul
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D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 22.08.2011
Gebunden, 365 Seiten
ISBN: 978-3-458-17513-1

Inhalt

Eine schillernde Stadt voller exotischer Gerüche und unbekannter Klänge. Ein Weltreich kurz vor dem Zerfall. Ein Herrscher, der keinen Ausweg mehr sieht. Und ein junges Mädchen, das die Menschen verzaubert und dazu berufen scheint, den Lauf der Weltgeschichte zu verändern.

Es ist der Spätsommer 1877. In Constanta am Schwarzen Meer schwebt ein Schwarm Wiedehopfe über dem Haus von Yakob Cohen und seiner Frau Leah. Er kündigt die Geburt eines besonderen Mädchens an, Eleonora. Noch ehe sie das achte Lebensjahr erreicht, lernt sie Lesen und kennt sieben Sprachen. Als ihr Vater geschäftlich nach Istanbul reisen muß, folgt ihm Eleonora als blinder Passagier.

Am Bosporus entdeckt sie eine neue Welt der Farbenpracht und geheimnisvollen Eleganz. Doch selbst hier bleiben ihre außergewöhnlichen Gaben nicht lange unentdeckt. Bald schon erfährt auch der Palast des Sultans vom Wunderkind. Abdülhamid II. ist sofort von Eleonora verzaubert und macht sie zu seiner persönlichen Beraterin. Unversehens liegen Wohl und Wehe des Osmanischen Reiches in den Händen einer Achtjährigen.

Interview mit Michael David Lukas

Lassen Sie uns darüber sprechen, was Sie zu Ihren Figuren inspiriert hat. Gab es für Eleonora eine Vorlage?

Lukas: Die Idee zu Das Orakel von Stambul kam mir Anfang 2004. Damals lebte ich in Tunesien und lernte Arabisch, beantragte Literaturstipendien und überlegte ganz generell, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Und Eleonora kam mir in den Sinn, als ich gerade durch die ärmeren Randgebiete von Tunis joggte. In dem ersten Bild, das ich von ihr hatte, war sie noch schemenhaft, ein schmächtiges, frühreifes Kind, das mit zwei älteren Männern Backgammon spielte. Ich wusste nichts über sie – wo sie lebte oder wann, wer diese Männer waren, warum sie mit ihnen Backgammon spielte -, aber sobald ich sie vor mir sah, wusste ich, dass ich die Hauptfigur meines Romans gefunden hatte. Zunächst stellte ich sie mir als eine Mischung aus Alice im Wunderland und Roald Dahls Matilda vor. Einige Monate später stieß ich beim Stöbern in einem Istanbuler Antiquitätenladen auf das Foto eines kleinen Mädchens aus den 1880ern. Als ich das Foto sah, machte es klick. Eleonora schaute mich mit einem lakonischen eindringlichen Blick aus der Vergangenheit an. Im Laufe der nächsten sechs Jahre entwickelte sie dann ein Eigenleben und einen ganz individuellen Charakter. Sie hat noch immer Anteile von Alice, Matilda und dem Mädchen auf dem Foto, aber sie ist eine eigenständige Figur geworden.

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Pressestimmen

»Lukas hat sich den Tonfall orientalischer Geschichtenerzähler angeeignet. Mit blumiger Ornamentik illustriert er die Zeit, in der das osmanische Reich an Bedeutung einbüßt. … Lukas aber stülpt über die Historie ein Märchen. Wie einen kunstvoll gewebten Orientteppich breitet er dessen Handlung aus. Und ja, der Teppich ist leicht wie Luft. Er ist verzaubert. Er hebt ab und fliegt.«

Michaela Mottinger, Kurier Wien

»Michael David Lukas ist ein außergewöhnliches Debüt gelungen, seine hinreißende Protagonistin ist eine weibliche Seelenverwandte von Figuren wie David Copperfield, deren Lebensweg mit Mitteln des magischen Realismus eine angemessene poetische Tiefe verliehen wird, die überzeugend ihre seelische Entwicklung nachzuzeichnen vermag.«

Jüdische Zeitung Oktober 2011, Nr.10/ 2011

Kommentare

Die Geschichte von Eleonora ist warm, bezaubernd und spannend. Sofort, wenn ich das Buch öffne, bin ich der Welt von Stambul und bleibe dort bis ich gegen meinen Willen wieder fort muss. Die Geschichte ist wie ein Märchen für Erwachsene.
Jana Rüegg, 08.09.2011

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