Saskia Sassen
Das Paradox des Nationalen - Territorium, Autorität und Rechte im globalen Zeitalter

Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Gramm
Das Paradox des Nationalen
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D: 36,80 €
A: 37,90 €
CH: 59,50 sFr

Erschienen: 21.04.2008
Gebunden, 735 Seiten
ISBN: 978-3-518-41937-3

Inhalt

Der Nationalstaat ist die komplexeste Institution, die die Menschheit je hervorgebracht hat, wie Saskia Sassen in ihrer neuen historisch-theoretischen Studie darlegt. Er ist das (Zwischen-)Ergebnis einer Jahrhunderte dauernden Entwicklung von Feudalismus, Kirche und Reich. Doch seine größte Transformation steht gerade erst am Anfang – wir bezeichnen sie als Globalisierung.
Sassens Hauptthese lautet: Globalisierung findet in einem weit größeren Maße, als gewöhnlich anerkannt wird, innerhalb des Nationalen statt. Gerade das Nationale ist eine der Schlüsselinstanzen, die eine Entwicklung des globalen Rahmens erst möglich machen. Zugleich besteht ein Großteil der Globalisierung aus enorm vielfältigen Mikroprozessen, die zu entnationalisieren beginnen, was national konstruiert worden war: Politik, Kapital, städtische Räume, zeitliche Strukturen und vieles mehr.
Die Zukunft unserer vertrauten Rahmenbedingungen ist ungewiß geworden. Noch immer ist vielen eine andere als die nationalstaatliche Ordnung der Welt schwer vorstellbar. Doch die positiven Potentiale der Globalisierung können wir uns nur in dem (scheinbaren!) Paradoxon nutzbar machen, die Ausschließlichkeit des nationalen Blicks zu überwinden.

 

Pressestimmen

»Ein schlicht unentbehrliches Buch: Saskia Sassen erklärt die Globalisierung im Verhältnis zum Nationalen«
Alexandra Kemmerer, Süddeutsche Zeitung
»Eine bahnbrechende Untersuchung … Sassens Buch ist ein eindeutiger Beleg, dass Bücher oder Diskussionen, denen es um Nationen, nicht aber um regionale, städtische und gleichermaßen über weltbürgerliche Verhältnisse geht, keinen Sinn mehr machen.«
Mario Scalla, Freitag
»Saskia Sassen gräbt im Innern des Nationalstaats und fördert einen dritten Raum zutage.«
Harry Nutt, Frankfurter Rundschau
»So entsteht eine neue, präzisere Sichtweise auf das, was in der Globalisierung wirklich neu und das, was lediglich rekonfiguriert ist.«
Margit Mayer, Kulturaustausch

»[...] eine große Bereicherung der Globalisierungsforschung [...]. Zu hoffen ist, dass von dem Buch eine ähnlich große Inspiration ausgehen wird wie von The Global City. Vor allem die (immer noch zu sehr auf Migrationsstudien orientierte) Debatte zum Entstehen transnationaler Räume sollte davon profitieren.«

Christoph Parnreiter, Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie 3/2009

»Saskia Sassen dekonstruiert auf grandiose Weise Simplifizierungen wie die vom Nationalstaat als Alternative zur Globalisierung. Ihre Weltinspektion ist eine geglückte Herausforderung. Saskia Sassen verteidigt weder die Globalisierung, noch bejammert sie diese. Sie liefert eine originäre, vor allem aber grundsätzlich plausible andere Lesart des inzwischen Vertrauten. Und ihre Art zu »lesen« ist eine beträchtliche Verständnishilfe, gerade weil sie sich auf die Komplexität einlässt.«

Gunter Hofmann, Die Zeit

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