Jaume Cabré
Das Schweigen des Sammlers - Roman

Aus dem Katalanischen von Kirsten Brandt und Petra Zickmann
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D: 24,95 € *
A: 25,70 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 12.12.2011
Gebunden, 847 Seiten
ISBN: 978-3-458-17522-3

Inhalt

An jenem Tag verstand ich, daß ich von dem gleichen Dämon besessen war wie mein Vater. Das Kribbeln im Bauch, das Jucken in den Fingern, der trockene Mund …

Der Antiquitätenladen des Vaters in Barcelona ist eine wahre Schatzkammer, doch die Faszination des jungen Adrià gehört allein einer wertvollen Geige aus dem 18. Jahrhundert mit einem bezaubernden Klang, die erste aus den Händen des berühmten Geigenbauers Lorenzo Storioni aus Cremona. Heimlich tauscht der Musikschüler Adrià sie eines Tages mit seiner eigenen Geige aus, um sie stolz seinem besten Freund Bernat zu zeigen. Als er die Storioni zurücklegen möchte, sind seine Geige und sein Vater verschwunden, der Antiquitätenhändler wurde kaltblütig ermordet. In Adrià keimen Schuldgefühle auf.Viele Jahre danach – Adrià ist inzwischen Gelehrter und Sammler – sucht er das Rätsel um die Herkunft der Storioni zu lösen und so den wahren Grund für den Mord herauszufinden. Doch er ahnt nicht, daß die Vergangenheit des Musikinstruments eine Geschichte von Familiengeheimnissen und dunklen Mordfällen, von Haß und Intrigen, Liebe und Verrat birgt. Der Schatten dieser Ereignisse ragt über viele Jahrhunderte europäischer Geschichte bis in Adriàs unmittelbare Gegenwart und droht ihm alles zu nehmen – auch seine große Liebe Sara.

Im Original erschienen unter dem Titel Jo confesso (PROA).

Pressestimmen

»Cabré versteht es, die Geschichte um Adrià, die Geige und deren Vergangenheit über 800 Seiten auf Spannung zu halten - und ebenso sehr in einer ganz eigenen Atmosphäre.«

Kersten Knipp, Neue Zürcher Zeitung

»Fesselnd geschrieben, fasziniert das aufwendig recherchierte Mammutwerk auch durch das Detailwissen des Autors über Musik, Philosophie und Ästhetik.«

Wera Reusch, dradio.de

»... ein Meisterwerk und eine Provokation zugleich!«

Widmar Puhl, SWR2

»Cabré ist ein exzellenter Stilist. Er verschränkt die Kernhandlung, die Lebens- und Liebesgeschichte von Adria und Sarah mit den übrigen Handlungssträngen. ... Der Text entwickelt einen Sog und zieht hinein ins Geschehen- oder besser: In die vielen Geschehnisse.«

Patric Seibel, SR 2 KulturRadio

»Jaume Cabrés Buch ist ein kulturell anspruchsvoller Reißer.«

Gabriele Knetsch, Bayern 2

»Er ist ein wahrhaftes Opus magnum.«

Gregor Ziolkowski, Deutschlandradio Kultur

»Vielsprachig ist dieser Roman, in dem sich die Handlungsstränge pausenlos überlagern, Menschen, Schauplätze und Ereignisse auf kunstvolle Weise verschränkt sind. ... Ein Stück Weltliteratur auf Katalanisch.«

Katja Lückert, NDR

»Cabré versteht es einfach Figuren, zu entwerfen und sie in dramatische Situationen zu setzen, denen wir dann atemlos folgen. ... Er hat eine Sprache gewählt, die ... uns reinzieht, die dramatisch ist, die sehr faszinierend ist.«

Johannes Kaiser, hr2 Kultur

»Der Autor brilliert mit sagenhaftem Fachwissen und einer phänomenalen Phantasie. Er schafft etwas für mich sehr Faszinierendes: hat man den Wälzer gelesen, möchte man sofort wieder von vorne beginnen, denn erst am Ende versteht man alle Zusammenhänge.«

Doppelpunkt Kulturmagazin Juni/Juli 2015

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Ein Gang durch die Geistesgeschichte der letzten halben Jahrhunderts. Ein Gang durch die Hölle. Und im Mittelpunkt steht eine Geige — und die Frage nach Schuld oder Unschuld der Nachgeborenen.
Eines der wichtigsten Bücher der letzten Zeit.
Buchhandlung Fränkische Schweiz, 18.05.2012

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