Charles Taylor
Das sprachbegabte Tier - Grundzüge des menschlichen Sprachvermögens

Aus dem Englischen von Joachim Schulte
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Erschienen: 13.06.2017
Gebunden, 655 Seiten
ISBN: 978-3-518-58702-7
Auch als eBook erhältlich

Wie wir mit Sprache unsere Welt erschaffen


Seit Jahrhunderten wird in der Philosophie über die Natur der Sprache gestritten. Für die rationalistisch-empiristische Tradition in der Folge von Hobbes, Locke und Condillac ist sie ein Werkzeug, das Menschen erfunden haben, um Informationen auszutauschen. In seinem neuen Buch bekennt sich Charles Taylor zum gegnerischen Lager der Romantik um Hamann, Herder und Humboldt und zeigt, dass der rationalistisch-empiristische Ansatz etwas Entscheidendes übersieht: Sprache beschreibt nicht bloß, sie erschafft Bedeutung, formt alle menschliche Erfahrung und ist integraler Bestandteil unseres individuellen Selbst.

Taylor geht jedoch noch einen Schritt über das Denken der deutschen Romantik hinaus und entwirft eine umfassende Theorie der Sprache im Sinne des linguistischen Holismus: Sprache ist ein geistiges Phänomen, aber sie kommt auch in künstlerischen Darstellungen, Gesten, Stimmen, Haltungen zum Ausdruck und kennt daher keinen Gegensatz von Körper und Geist. Indem er dieses grundlegende Vermögen des »sprachbegabten Tiers« erhellt, wirft Taylor ein neues Licht darauf, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Im Original erschienen unter dem Titel The Language Animal. The Full Shape of the Human Linguistic Capacity (Harvard University Press).

Pressestimmen

»Taylor verkörpert einen Typus, der in der akademischen Philosophie selten geworden ist: den des Universalgelehrten.«

Philipp Hübl, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Seine ganze bemerkenswerte Karriere hindurch hat Charles Taylor darauf beharrt, dass Sprache nicht nur die Welt abbildet, sondern sie schafft. Nun legt er sein definitives Statement dazu vor.«

The Guardian

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