Ulrike Edschmid
Das Verschwinden des Philip S. - Roman

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Erschienen: 10.03.2014
suhrkamp taschenbuch 4535, Taschenbuch, 156 Seiten
ISBN: 978-3-518-46535-6
Auch als eBook erhältlich

»Es macht den Roman zum lebendigen Dokument eines historischen Bewusstseins.«

Martin Ebel, DIE WELT

 

Inhalt

Rudi Dutschke wird auf der Straße angeschossen, Steine bringen die Fenster des Springer-Gebäudes zum Bersten. Es sind angespannte Zeiten, in denen sich Philip S., ein sensibler und eigenwilliger Schweizer, und die junge Mutter Ulrike an der Filmakademie Berlin kennenlernen. Fernab der Unruhen erschaffen sie eine weisungsfreie, der Ästhetik und familiären Geborgenheit gewidmete Welt. Doch schleichend politisiert sich auch ihr Alltag, sie gründen Kinderläden, entwerfen Flugblätter und Streitschriften. Nach einem Gefängnisaufenthalt ist für die Liebenden nichts mehr so, wie es einmal war.

Ulrike Edschmid erzählt in ihrem bewegenden Buch vom unaufhaltsamen Verlust eines Menschen, der in den bewaffneten Untergrund geht. Sie wirft einen Blick zurück auf die prägenden Jahre im Leben ihrer Generation – und auf eine Tragödie, die so noch nie beschrieben wurde.

Pressestimmen

»Der Roman Das Verschwinden des Philip S. schreibt, ... entscheidend ist, mit welcher poetischen Wucht ..., ein bedeutsames Kapitel in der noch längst nicht in ihren Widersprüchen begriffenen Geschtichte des Terrorismus...«

Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

»Doch in diesem erstaunlichen und wahrhaftigen Buch, über dem ›Roman‹ steht, obgleich es eine autobiographische Erzählung ist, geht es nicht um Schuld, nicht um Beweise und Gegenbeweise, nicht darum, aus dem Täter Philip S. ein Opfer zu machen. Es geht um den Menschen Philip S., den die Autorin liebte...«

Verena Lueken, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»...geradezu anmutig geschrieben ... Als Seelenarbeit lässt sich Ulrike Edschmids raffiniert komponiertes Buch begreifen...«

Ina Hartwig, Süddeutsche Zeitung

»Ulrike Edschmid macht mit der Sprachlosigkeit Schluss. Und doch bleibt der Held ihres Buchs: ein Täter.«

Wolfgang Höbel, DER SPIEGEL 12/2013

»Wie sie ohne Pathos, ohne Gefühligkeit, mit knappen Strichen Charaktere zeichnet... das ist psychologisch so genau, so berührend, dass es mehr von jenem Zeitgefühl einer fatalen Todessüchtigkeit einfängt als es je sonst beschrieben wurde. Das Verschwinden des Philip S. - ein privates Trauerbuch und das verstörende Porträt einer ganzen Generation.«

Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur

»In ihrer klaren, präzisen Prosa schwingt stets die Liebe mit, die sie Philip noch heute entgegenbringt, eine Liebe, die dem Menschen gilt und nicht seinen Taten. Und eben damit beleuchtet sie eine neue Facette und gestattet einen ganz anderen, sensiblen Blick auf jene Gesichter, die man hauptsächlich von Fahndungsfotos kennt.«

Irene Binal, Österreichischer Rundfunk

»Das Verschwinden des Philip S. ist ein ungewöhnliches Stück Betroffenheitsliteratur und ein sehr individuelles Geschichtsbuch.«

Lilian-Astrid Geese, neues deutschland

»Die Erinnerung der kleinen Dinge, die unglaublich präzise, unsentimentale Sprache, die nicht von Gefühlen redet und sie dadurch erst entstehen lässt, machen Ulrike Edschmids Roman aus.«

Nil Varol, 3sat Kulturzeit

Nachrichten

Kommentare

»Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. ... Die verwendete Sprache ist knapp und eindringlich, sodass einem ein jedes Wort nahe geht, man über jeden Satz nachdenkt. Faszinierend finde ich auch, wie so viel Inhalt, ohne erdrückend oder anstrengend zu werden, auf lediglich 156 Seiten übermittelt werden kann. Beeindruckend.
Denn auch wenn das Gelesene nachdenklich stellt, ist es keineswegs ermüdent oder zu geballt.
Dieses Buch zog mich vom ersten Satz an in seinen Bann, da die Entwicklung, die Philip S., aber auch sein Umfeld und Ulrikes Bild über ihn durchmacht, ist derart spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.«
warmersommerregen.wordpress.com, 02.06.2015

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