»Das weisse Buch ist ein komödiantischer Entwicklungsroman, ein zeitgenössischer Schelmenroman, der mit seinen vielen Lateinzitaten an Eichendorffs Leben eines Taugenichts erinnert, und es ist der Gesellschaftsroman einer Berliner Szene. Man kann diesen Roman auch als ästhetisch ernste Angelegenheit betrachten: als einen Versuch, Kunst und Leben in Deckung zu bringen, so wie das die Avantgarden der frühen Moderne auch versuchten. Und man kann den Bewohner des Raumschiffs Berlin-Mitte Rafael Horzon als eine Art lebende Konzeptkunst betrachten, den von vielen seiner Mitbürger erstaunliche und bewundernswerte Sorglosigkeit unterscheidet.«
Ursula März, Deutschlandradio Kultur
»Horzons Spiel mit dem Zweifel ist das Hauptmotiv seines Buches und auch seines Lebens. Dieser Zweifel macht den Reiz des Horzon’schen Schaffen aus.«
Dennis Grabowsky, Der Tagesspiegel
»Endlich mal wieder ein Buch, nach dessen Lektüre das ganze Leben leichter wirkt. Dazu noch ein Sachbuch. Oder ist es doch ein Roman? Eine Autobiographie? Egal, jedenfalls blickt man sich nach der Lektüre verwundert im eigenen Alltag um und versteht für einen Moment lang gar nicht, warum man sich die ganze Zeit derart viele Sorgen macht.«
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung
»Geschrieben mit Anklängen an den Schelmenroman des 19. Jahrhunderts, ist das äußerst komisch – zumal Horzon sein eigenes Leben aufschreibt. ... Das ist Kunst, manchmal grosse Kunst.«
Tobias Rapp, Der Spiegel
»Das Weiße Buch ist ein Bildungsroman voller lateinischer Zitate, der sich über Bildungsromane lustig macht, aber mit fast religiösem Eifer an die Pflicht zur Selbsterfindung glaubt. Das macht dieses Buch so sympathisch und wahr.«
Ulrich Gutmair, Die Tageszeitung
»Dass Das weisse Buch dabei auch noch derart leichtfüßig und kurzweilig geraten und von einem geradezu magischen Schimmer leiser Selbstironie erfüllt ist, macht es mit Sicherheit zu einem der erfreulichsten Bücher des Herbstes.«
Sebastian Hammelehle, Die Welt
»So ist Das weisse Buch nicht nur ein sehr gutes, hochromantisches Berlin-Buch, sondern auch ein sehr gutes Deutschland-Buch, in dem zu lesen ist, wie sich jemand immer wieder an den DIN-Normen, Vorschriften und Hässlichkeiten des Landes den Kopf anhaut und trotzdem nicht aufhört, dagegen anzurennen, auch wenn er zwischendurch viel weinen muss. Ideen haben viele Menschen, aber Ideen, die ewig im Kopf bleiben, sterben auch dort. In Horzons Welt leben sie, und das ist befreiend und ansteckend, wie ein süßer Virus.«
Marc Fischer, Welt am Sonntag
»Horzon ist ein Kunststück gelungen.«
Philipp Haibach, Die Welt
»Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Regalhändler das lustigste Buch über Mitte schreiben würde? Der Mann heißt Rafael Horzon, sein Schelmenroman Das Weisse Buch.«
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Die Rechenschaft, die Rafael Horzon in Das weisse Buch ablegt, ist so ziemlich das Amüsanteste und Schrägste, was man in letzter Zeit zu lesen bekommen hat.«
Wiebke Porombka, spex, Magazin für Popkultur Nr. 329, Nov/Dez 2010