Andreas Maier
Das Zimmer - Roman

Das Zimmer
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Erschienen: 06.09.2010
Gebunden, 203 Seiten
ISBN: 978-3-518-42174-1

»Mit ›Das Zimmer‹ ist Andreas Maier ein Meisterwerk der scharfen Beobachtung und der kleinen Wunder gelungen.«

Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Inhalt

Mit einem Bein steht er noch im Paradies, dafür hat die Geburtszange gesorgt. Immer ist er ein Kind geblieben, und wurde doch stets älter, und leben mußte er auch irgendwie. Nun ist er schon dreißig und hat seine große Liebe, einen VW-Variant Typ 3, mit dem fährt er zwischen den blühenden Rapsfeldern umher. Es ist das Jahr der ersten Mondlandung, 1969, als man in Frankfurt am Main noch Treppensteigen geht in den Bordellaltbauten um den Bahnhof herum. Ein Tag im Leben Onkel J.s. Hin- und hergerissen zwischen Luis Trenker, der Begeisterung für Wehrmachtspanzer und den Frankfurter Nutten, wird J. plötzlich als ein Mensch erkennbar, der außerhalb jeden Schuldzusammenhangs steht, noch in den zweifelhaftesten Augenblicken. Einer, der nicht zugreift, weil er es gar nicht kann, während die Welt um ihn herum sich auf eine heillose Zukunft wie auf die Erlösung vorbereitet.

Nach den Romanen Wäldchestag, Klausen , Kirillow ,

»Mit ›Das Zimmer‹ ist Andreas Maier ein Meisterwerk der scharfen Beobachtung und der kleinen Wunder gelungen.«

Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

Mit einem Bein steht er noch im Paradies, dafür hat die Geburtszange gesorgt. Immer ist er ein Kind geblieben, und wurde doch stets älter, und leben mußte er auch irgendwie. Nun ist er schon dreißig und hat seine große Liebe, einen VW-Variant Typ 3, mit dem fährt er zwischen den blühenden Rapsfeldern umher. Es ist das Jahr der ersten Mondlandung, 1969, als man in Frankfurt am Main noch Treppensteigen geht in den Bordellaltbauten um den Bahnhof herum. Ein Tag im Leben Onkel J.s. Hin- und hergerissen zwischen Luis Trenker, der Begeisterung für Wehrmachtspanzer und den Frankfurter Nutten, wird J. plötzlich als ein Mensch erkennbar, der außerhalb jeden Schuldzusammenhangs steht, noch in den zweifelhaftesten Augenblicken. Einer, der nicht zugreift, weil er es gar nicht kann, während die Welt um ihn herum sich auf eine heillose Zukunft wie auf die Erlösung vorbereitet.

Nach den Romanen Wäldchestag, Klausen, Kirillow, Sanssouci und Onkel J. Heimatkunde setzt Andreas Maier neu an: Das Zimmer ist ein Erinnerungsporträt und Roman zugleich, vielleicht der Beginn einer großen Familiensaga, eine Reflektion über Zeit und Zivilisation, über die Würde des Menschen und wie sie erhalten bleiben kann.

Pressestimmen

»Der begabteste Schwadroneur unter den jüngeren Autoren.«

Ulrich Greiner, Die Zeit

»Andreas Maier malt in seinem Roman nicht nur das Portrait seines Onkels J. und die Topografie einer untergegangenen »Wetterau«, sondern er verfremdet damit auch unsere Gegenwart zur Kenntlichkeit, formuliert Trauer über den Fortschritt und die von ihm bedingten Verluste. Ein zutiefst melancholisches Buch.«

Jochen Rack, Bayern 2

»Das Zimmer ist ein Heimatroman, in dem Maier den Muff in der Idylle auslotet und die Lieblosigkeit spürbar macht, die sie zusammenhält. Dass man den beginnenden Zerfall der Provinz als Leser trotzdem bedauert, ist die große Kunst dieses Schriftstellers.«

Der Spiegel

»Andreas Maiers Roman Das Zimmer ist die nachgetragene Liebeserklärung an einen Lebens-Verlierer, der zeitlebens von seiner Mitwelt als idealtypischer Versager und klassisches Opfer missbraucht wurde. Und er liefert die Mentalitätsgeschichte einer Generation, die sich für die Mondlandung und eine forcierte Motorisierung enthusiasmierte und in Folge davon mit tristen ›Ortsumgehungsstrassen‹ abgespeist wurde.«

Michael Braun, Neue Zürcher Zeitung

»Das Zimmer ist eine Heimatvermessung, die weit über die übliche Erinnerungsprosa und gängige Kindheitsbeschwörungen hinausgeht. Maier entwickelt aus den Details und dem Besonderen eine Analyse der bundesdeutschen Geschichte und bleibt dabei doch ganz und gar erzählerisch.«

Jörg Magenau, Der Tagesspiegel

»Es ist eine liebevolle Hommage an das Gestern, die Andreas Maiers Roman aus den Lebenssplittern eines Mannes zusammensetzt, der ›stets mit einem Fuß im Paradies‹ gestanden hat.«

Dietmar Jacobsen, literaturkritik.de

»Es geht um nichts Geringeres als um die die Verteidigung der Provinz, die hier zugleich eine Verteidigung der Kindheit ist. Andreas Maier besingt seine so statische Herkunftswelt ohne falsche Idyllisierung oder Idolisierung.«

Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung

»Maiers Roman leistet Außergewöhnliches: er entdeckt eine Kindheitslandschaft wieder, und er setzt seinem Sonderlingsonkel ein Denkmal, ohne zu idyllisieren oder zu denunzieren. … Seine Prosa macht sich in die übersehenen Gemeinden der Provinz auf, umkreist sie, begibt sich auf Hochsitze, die Überblick erlauben, und macht das Zwiespältige des Heimatbegriffs deutlich. … Das alles leistet Maier mit einem pointierten Stil, der Ironie, Komik und Übertreibung trefflich mischt. Nicht nur die Wetterau muss ihm dafür dankbar sein.«

Rainer Moritz, Die Presse

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