Rana Dasgupta
Delhi - Im Rausch des Geldes

Aus dem Englischen von Barbara Heller und Rudolf Hermstein
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D: 24,95 €
A: 25,70 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 06.10.2014
Gebunden, 462 Seiten
ISBN: 978-3-518-42457-5

Inhalt

Im Dezember 2000 zieht Rana Dasgupta nach Delhi, weil dort die Frau lebt, die er liebt – und landet in einem Moloch, der direkt der Phantasie von Zola, Brecht oder Scorsese entsprungen sein könnte. Die wirtschaftliche Öffnung Indiens im Jahr 1991 hat Kräfte entfesselt, die seither mit der Gewalt einer Naturkatastrophe über die Stadt und ihre Einwohner hinwegfegen: Kapitalistische Räuberbarone stecken aggressiv ihre Claims ab, Bargeld wird lastwagenweise durch die Straßen gekarrt, Premierminister Manmohan Singh, der einst die Liberalisierung des Landes angestoßen hat, lässt beim lokalen Lamborghini-Händler anrufen. Er kann nicht mehr schlafen, seit die Nouveaux Riches vor seiner Residenz ihre Luxuskarossen ausfahren.

Mit dem Einfühlungsvermögen und der Sprachgewalt eines großen Erzählers schildert Dasgupta die Welt hinter den Fassaden der scheinbar endlos nach oben weisenden Wachstumsraten. Er trifft Milliardäre und Slumbewohner, Drogendealer und Metallhändler, Sozialarbeiter und Gurus und stellt fest, dass in der Heimat seiner Vorfahren heute vor allem eines regiert: das Geld. Ein eindrucksvolles Portrait einer Metropole im Rausch, das zugleich einen Vorgeschmack darauf gibt, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte.

»Dasgupta ist gesegnet mit einem ironischen Auge und der Gabe, Sätze von durchdringender Kraft und Schönheit zu schreiben.« James Wood

Im Original erschienen unter dem Titel Capital. A Portrait of Twenty-First Century Delhi (Penguin).

Aus dem Buch:

»Delhis Phantasien sind nicht demokratisch – sie sind feudal.«

 

Pressestimmen

»Rana Dasgupta ist mit Delhi – Im Rausch des Geldes ein anregendes Porträt der Megametropole Delhi gelungen.«

Katharina Granzin, taz. die tageszeitung

» ... Dasguptas Buch [ist] gelungen und äußerst lesenswert, weil er den Blick für das Ganze nie verliert ... «

Thorsten Glotzmann, Süddeutsche Zeitung

»Rana Dasgupta hat ein atemberaubendes Buch über das Leben in der indischen Metropole geschrieben.«

Michael Radunski, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In seiner schonungslosen Durchleuchtung des ihn umgebenden Stadtraums gelingt Rana Dasgupta im Lokalen ein verstörendes Sinnbild für unsere von Globalisierung, entfesseltem Kapitalismus und  unbewältigter Vergangenheit geprägte Gegenwart.«

Alexis Schwarzenbach, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Seine faszinierenden, elegant ins Deutsche gebrachten Porträts ergeben ein so komplexes wie bestürzendes Bild der Elf-Millionen-Metropole; seine essayistischen Überlegungen sind so beunruhigend wie klug.«

Elke Schmitter, KulturSpiegel

»Die Lebendigkeit, die durch das Gewebe aus Umgebungsbeschreibung und transkribierten Erzählungen der jeweiligen Interviewpartner entsteht, ist von feiner dokumentarischer Kraft. Und zuweilen von großer theatraler Komik.«

Sandra Hoffmann, Deutschlandfunk

»Dasguptas Reportagen ganz oben und ganz unten nehmen den Leser mehr mit als jeder Roman. Wuchtig, poetisch, mitunter sogar witzig.«

orf.at

»Rana Dasgupta legt mit Delhi – Im Rausch des Geldes ein schauerlich eindrucksvolles Porträt der indischen Hauptstadt vor. Sprachgewaltig erzählt Dasgupta, der bislang zwei Romane veröffentlicht hat, von kapitalistischen Räuberbaronen und Slumbewohnern, von Drogendealern und Gurus.«

Holger Heimann, Börsenblatt

Videobeiträge

Kommentare

Ich reise seit 1979 jedes Jahr nach Indien, beruflich, privat und aus Liebe zu diesem ambivalenten Land.
Dasguptas Buch ist großartig, sprachlich berauschend und von einem durchdringenden Verständnis der sozio-kulturellen, wie politischen Zusammenhänge getragen.
Eine realistische Sicht auf Indien und der rasanten Entwicklung der letzten Jahre !
Anne Gallwé, 13.10.2014

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