»Wer diese sensationelle, auch sensationell sorgfältig edierte Korrespondenz nur ein wenig genauer betrachtet, erkennt: Was für die beiden Beteiligten bloß ein (schwieriger) Briefwechsel war, ist für außenstehende Leser großes Welttheater von Shakespeare´schem Format, heruntergebrochen auf eine tragische Komödie in Bernhard- und Suhrkamp-Dimensionen. [...] Bei aller Komik, die für heutige Leser in den Zeugnissen dieser Hassliebe steckt (die entfernt an das Verhältnis von Werner Herzog und Klaus Kinski erinnert) - sie sind vor allem auch ein wichtiges Dokument der Literaturgeschichte des 20. Jahrhundert. [...] Abgeshen von all dem ist dieses Buch vor allem ein Fest für die große Bernhard-Gemeinde.«
Alexander Altmann, Münchner Merkur
»Bernhards genussvoller Qual-und-Lust-Slalom, sein Überbietungs-, Übertreibungs- und Übersteigerungs-Stil ist im Briefwechsel mit seinem Verleger genauso präsent wie in seiner sonstigen Prosa. Es gibt auf den mehr als 800 Seiten des Bandes kaum eine Atempause. ... Der Briefwechsel bietet nicht nur einen ungewohnten Einblick in den Literaturbetrieb jener Jahre, der mittlerweile unendlich weit ferngerückt scheint, er hilft auch, das Geheimnis dieses Verlegers besser zu verstehen.«
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung
»Dagegen bietet der Band überaus aufschlussreiche Einblicke ins Buchgeschäft und in das Talent des Verlegers Siegfried Unseld, seinen Autor mit kluger Geld- und Editionspolitik immer neu zur Ausnahmeleistung zu motivieren. Daraus erwuchs in gerade fünfundzwanzig Jahren jenes von hohem Witz geprägte brandschwarze Lebenswerk, das uns bis heute in seinen Bann zieht«
Bruno Steiger, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
»Es ist ein heiter-tragisches Musterbeispiel einer idealen Autor-Verleger-Beziehung, ein Pingpong der Ego-Eitelkeiten, ein sensationelles und opulentes Dokument eines vorbildlichen Gebens und Nehmens im Kulturbetrieb«
Ulrich Steinmetzger, Mannheimer Morgen
»Der Briefwechsel zwischen Bernhard und Unseld ist ein gewaltiges, ein ungeheuerliches Buch. In dieser hochdramatischen Korrespondenz präsentiert sich uns einer der besten Romane und zugleich die herrlichste Tragikomödie aus Thomas Bernhards Oeuvre. Das hat auch damit zu tun, dass ein Co-Autor, ein Mit- und Gegenspieler seltenen Ranges am Werk war. Wer bis dato vom Wesen, von der Lebensleistung des Jahrhundertverlegers Siegfried Unseld keine genaue Vorstellung hatte, weiß danach ausreichend Bescheid.«
Ulrich Weinzierl, Literarische Welt
»Ein Drama, das man sich, gespielt von zwei Großschauspielern, tatsächlich sehr gut auf der Bühne vorstellen könnte. Es ist ein Bernhard-Drama, mit Thomas Bernhard als dem »genialsten Regisseur seiner selbst«, wie Unseld das einmal nennt. Doch ist das nur die eine und sicher erwartbarste Seite des Buchs. Interessanter ist etwas anderes: Wer etwas über die Bedingungen erfahren will, unter denen Literatur entsteht, darüber, was es bedeutet, ein Verleger zu sein, und was ein solcher Verleger als Ermöglicher großen Formats auszuhalten bereit sein muss - der findet die Antworten in dieser Korrespondenz.«
Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Lange haben wir auf dieses Buch warten müssen. Das Warten hat sich gelohnt. In hundert Jahren, wenn die österreichischen Gletscher längst in der Nordsee verschwommen sind, werden unsere Kindeskinder noch immer staunend vor diesem Monument deutscher Kulturgeschichte stehen. ... Der Briefwechsel mit Thomas Bernhard, 869 Seiten umfassend, ein wahres Gottesgeschenk, überbietet alles bisher Bekannte.«
Martin Lüdke, Frankfurter Rundschau
»Ein einzigartiges Dokument einer ›gegenseitigen Hassliebe‹ (Bernhard). Hier erlebt man die Finessen, die Ausdauer und die Großzügigkeit Unselds - und das Ego und den Furor, die Verletzlichkeit und die Besessenheit des Künstlers Bernhard.«
Die Zeit
»Was die beiden Champions hier darstellen, ist eine wahre Comédie humaine. Wie von einem modernen Molière erdacht.«
Der Tagesspiegel
»Der Briefwechsel von Siegfried Unseld und Thomas Bernhard ist kein Dokument, er ist ein Monument.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Der Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld (1924 bis 2002) und sein Autor Thomas Bernhard (1931 bis 1989) ringen miteinander. Ein Vierterjahrhundert dauerte ihr Kampf um Geld, Gefühle und Werke, bis Unseld 1988 »Ich kann nicht mehr« seufzte. Ihr Briefwechsel ist ein einzigartiges Dokument einer gegenseitigen Hassliebe. Hier erlebt man die Finessen, die Ausdauer und die Großzügigkeit Unselds - und das Ego und den Furor, die Verletzlichkeit und die Besessenheit des Künstlers Bernhard.«
Die Zeit
»... so großartig wie deprimierend, so monoton wie variantenreich – also bester Bernhard.«
Franz Wille, Theater heute 2/2010
»Großes Kino: Der Verleger und sein zorniger Autor schreiben sich. Und beschreiben sich. Korrespondenz als Fight Club.«
Florian Illies, Die Zeit
»Bernhard grantelt. Bernhard beleidigt. Bernhard flucht und haut genau auf die Glocke. Der Verleger muss viel einstecken. Wir liegen zu seinen Füßen und krächzen ergeben: Immer schön gemein sein!«
Die Welt