»Bei diesem Buch sei dem Leser geraten: Nimm Deinen Stock, stecke Dir, wie der Held des Großen Falls, eine Feder an den Hut und folge. Es ist zu Deinem Besten, und Du wirst es nicht bereuen. … Handke erzählt ganz einfach, in schlichten, schönen Sätzen. Es erinnert sehr an seine Anfänge, und es hinterlässt einen starken Eindruck. … Ohne Peter Handke ist die deutsche Literatur gar nicht vorstellbar.«
Thomas E. Schmidt, Die Zeit
»Sein Buch konnte ich nicht weglegen, mehr noch: Ich konnte mich von mancher Seite nicht zur nächsten verabschieden, habe sie ein zweites und ein drittes Mal gelesen. Das liegt daran, dass Handke ein Genie der Sprache ist. Ich halte ihn für einen der größten Dichter der deutsch-sprachigen Literatur.«
Gert Voss, News 11/11
»Handke macht es sich nicht leicht, eine aus den Fugen geratene Welt einmal mehr in der Schrift zu retten – er tut es kraft der Imagination und eines genauen Hinschauens auf Zwischenräume und -töne, für die keiner sonst die rechten Worte hat …«
Jan Röhnert, Der Tagesspiegel
»Was immer dieses Buch an hellsichtigem Geheimnis birgt – es markiert eine Abkehr Peter Handkes vom Pathos der Abwesenheit und die Rückwendung zu einer Gesellschaft, der jede Mitte und jedes Mass abhandengekommen sind. Der Große Fall leistet eine dichte Beschreibung der geistigen und seelischen Verwahrlosung der Epoche, ohne den Anspruch erheben zu wollen, dem Zerfall etwas entgegensetzen zu können.«
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung
»Die Gleichzeitigkeit von Alltag und Ausnahmezustand, das Nacheinander von resoluter Körperlichkeit und deren Krise …, von heiligem Ernst und slapstickartiger Komik, deren Kontrast sich auch noch in der Syntax und der ziemlich idiosynkratischen Interpunktion niederschlägt – das alles ist Handke at his best, sprich: Literatur, wie sie auf dem Erdenrund nicht so bald zu finden sein wird.«
Klaus Nüchtern, Falter
»Peter Handke schickt seinen zartkomisch-spinösen Helden auf einer phänomenologische Donquichotterie voller Epiphanien des Zufalls und Aventüren der Innerlichkeit.«
Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung
»In solchen Litaneien inniger Verdichtung und zugleich Entzerrung im Echoraum, im vorantreibenden und zugleich auf der Stelle schaukelnden Wiederholungen, hallt, dröhnt, sirrt und schwingt sich der Klang der Sätze zur großen Handke-Melodie auf.«
Sabine Vogel, Frankfurter Rundschau Literaturmagazin
»Aber all das ist eingesponnen in eine Sprache, die geschaffen ist, um – wie im Märchen – unterschiedlichste Dinge in einer Empfindung zusammenzubringen. Von der eben lässt sich nicht bestimmen, ob sie eine des fortwährenden Erschreckens oder der unverlierbaren Zugehörigkeit zu dieser Welt ist. … Handke scheint zu den frühesten Motiven seines Schreibens zurückgekehrt zu sein.«
Jürgen Busche, Focus
»… ein lässiges, ziemlich cooles Buch, vorgetragen in einem beinahe homerischen Sound.«
Andreas Rosenfelder, Welt am Sonntag
»Allmählich, und darin liegt des Erzählers Kunstleistung, weiten sich die durchstreiften Gefilde von den Stadträndern bis ins Zentrum zu einer Weltlandschaft, so wie die alten Meister à la Brueghel sie imaginierten: Ein Panorama voll konturhart gezeichneter, äußert merkwürdiger Wesen.«
Ulrich Weinzierl, Die Welt
»In Der Große Fall zeigt sich Handke wieder als Andeutungsvirtuose und Wortklangkönner, als poetischer Leisetreter.«
Wolfgang Paterno, Profil Nr.12/2011