»Vor dem kosmologischen Möglichkeitssinn dieser Poesie gerät das Private ins Hintertreffen. Die Poetin gibt sich diskret, antiautobiographisch, konfessionsunlustig. Beziehungskistenpoesie, wie sie von jungen Autoren gern gebastelt wird, fehlt bei ihr fast völlig. [...] Silke Scheuermann ist etwas anders als die anderen: eine unerschrockene Analytikerin mit dem ›Sezierpapier‹, eine Forscherin auf dem ›Vorstoß ins Unsichtbare‹. Dort heißt es ›Hat inwendige / Jahre gekostet / weil dieses Suchen / tief starten mußte / bis es äußerlich sichtbar war.‹ [...] Man überträgt es gern auf das Training, das Silke Scheuermann absolvierte, um so glänzend starten zu können.«
Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Weil es schwer ist, das Federleichte in Balance zu bringen: So flüchtig wie präzise sind die Gedichte der jungen Lyrikerin, die das Leben einfangen wollen, ohne es zu zähmen. Und noch auf das sichere Pop-Fallnetz der Ironie verzichten.«
Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau
»Eine junge Dichterin, die kennen zu lernen lohnt. In den Versen des Bandes
Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen fand Silke Scheuermann ihren ganz eigenen frischen Ton.«
Neues Deutschland
»An Silke Scheuermanns Begabung kann es keinen Zweifel geben. Ihre interpunktionslosen, durchweg gewitzten Gedichte entfalten ein persönliches Sprechen, das den Menschen, der sie schreibt, alles andere als aussperrt. Es sind meist atemnahe Ich-Gedichte, die von den Erfahrungen ihres Lebensabschnittes überzeugend ausgehen. Da ist stets ein jugendlicher Charme und ein freundlich-eigensinniger Humor, der sich nicht zuletzt anhand fantasievoller Titel wie
Beim Scherbengericht steht der Titel auf dem Stück aus wunderbar blauer Keramik zeigt. [...] Ein schmaler, aber klug arrangierter Debüt-Band, der die Autorin als souveränes Talent erkennen läßt.«
Dieter M. Gräf, Kölner Stadtanzeiger
»Hier aber ist die Liebe mehr noch als ein individuelles Ereignis ein Motiv, und es ist das menschliche Urmotiv schlechthin. Silke Scheuermann - eine Entdeckung.«
Kurt Drawert, Neue Zürcher Zeitung
»Silke Scheuermanns Gedichte sind streng gebaut, aber mit Alltag und Witz gesättigt. Die 29-Jährige schreibt lakonisch und präzise, hellwach und unerschrocken, mädchenhaft fröhlich und - simsalabim! - auch mädchenhaft verspielt, ohne darum unschuldig oder gar harmlos zu sein.(...) Schon der Titel ihres Debütbandes deutet darauf hin, dass sie gern zweistimmig singt: melancholisch und ironisch, mit beiden Beinen auf der Erde und mit dem Kopf in den Sternen.«
Martin Halter, Badische Zeitung