György Dragomán
Der weiße König - Roman

Aus dem Ungarischen von Laszlo Kornitzer
Der weiße König
Leseprobe » Bestellen »


D: 9,99 €
A: 10,30 €
CH: 14,90 sFr

Erschienen: 23.01.2012
suhrkamp taschenbuch 4313, Broschur, 300 Seiten
ISBN: 978-3-518-46313-0

Inhalt

Rumänien im Jahr von Tschernobyl, 1986. Ein Elfjähriger wird Zeuge, wie Beamte des Geheimdiensts den Vater abholen. Von Monat zu Monat schwindet die Hoffnung, ihn wiederzusehen. Seiner tapferen, als Jüdin und Dissidentin geächteten Mutter versucht er beizustehen, während er ihr die Schikanen in der Schule verschweigt. Er begleitet sie zum „Genossen Botschafter“, von dem sie sich Hilfe erhofft, sinnt auf eigene Wege, um den Vater aus dem Arbeitslager am Donaukanal freizubekommen.

„Ein inhaftierter Vater, eine mutige Mutter und die Konfrontation eines hellwachen Jungen mit einer abscheulichen Diktatur. György Dragomán ist das herausragende Talent der jungen ungarischen Literatur. Dieser leidenschaftliche, wilde, zärtliche Roman mit seiner dichten, kraftvollen Sprache wird lange Bestand haben.“
György Konrád        

Pressestimmen

»György Dragománs Der weiße König ist ein kunstvoll kalkulierter und atemlos zu lesender Schocker über die Ceausescu-Diktatur.«
Jörg Plath, Frankfurter Rundschau
»Es zeugt von überragender Meisterschaft, wie György Dragomán, 1973 als Angehöriger der ungarischen Minderheit im rumänischen Siebenbürgen geboren, den Roman Der weisse König eröffnet. Die ganze höllische Melange der Gefühle, die das Buch durchzieht, ist da: die Angst und die Hoffnung, die Verzweiflung und der Verrat, die Liebe und der Trotz, die Gewalt und das Ausgeliefertsein. Die Deportation des Vaters ist der Schock, der dem kindlichen Ich-Erzähler die Augen öffnet für die Agonie von Ceausescus Rumänien. Fortan besitzt er diesen glasklaren, hellwachen und doch etwas naiven Blick, der die Szenerie in ein hyperreal düsteres Licht rückt. Wenn Imre Kertész' György Köves in der ungarischen Literatur einen Nachfolger gefunden hat, dann hier in Dzsátá. Und wie im Roman eines Schicksallosen stellt eine Ironie sich ein, die im Hinblick auf ein System von perverser körperlicher und seelischer Gewalt eine subversive Ästhetik des Widerstands begründet.«
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung

»In einer eingängig-komplexen, mitreißenden Syntax und kraftvollen Bildern erzählt, auf jeder Seite von packender Kraft, ist das ein Zweitling wie aus einem Guss, der große Erwartungen auf weitere Werke dieses rumänisch-ungarischen Erzählwunders weckt.«

Michel Mettler, Volltext 02 / 2010

Videobeiträge

Nachrichten

Kommentieren