Julio Cortázar, Carol Dunlop
Die Autonauten auf der Kosmobahn - Eine zeitlose Reise Paris – Marseille

Aus dem Spanischen von Wilfried Böhringer
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Erschienen: 10.03.2014
Bibliothek Suhrkamp 1481, Gebunden, 358 Seiten
ISBN: 978-3-518-22481-6

Ein wunderbarer Geniestreich

Eines Frühsommertages fahren Julio Cortázar und seine Ehefrau Carol Dunlop mit ihrem VW-Bus auf die Autobahn Paris – Marseille. Ausgestattet mit Proviant, Musik, einer Kamera und zwei Reiseschreibmaschinen, verfolgen sie, beide bereits sterbenskrank, ein letztes gemeinsames Vorhaben: unterwegs alle 63 Rastplätze anzusteuern, auf jedem zweiten zu übernachten. Mit dem drängenden Eifer von Forschungsreisenden dokumentieren sie ihre Expeditionserlebnisse in einem Logbuch. Es gehen da die bukolischen Horizonte, Begegnungen mit Müllmännern, Beschreibungen erster Skorbut-Symptome, überdies Fotos von allerhand Fauna und Seltsamkeiten und detailgetreue Geländeskizzen ein – bald auch, unter tätiger Mithilfe ihrer Fantasie, dunkle Bedrohungen durch mörderische Hexenjäger und Geheimagenten. Und bei alledem leben diese Reisenden in der Enge ihres Gefährts wie Liebende auf einer einsamen Insel.

Die Autonauten auf der Kosmobahn ist eine der schönsten Expeditionen der Literaturgeschichte – eine vor Witz und Hintersinn überbordende Ethnographie des Alltagslebens und zugleich ein berührendes amouröses Zwiegespräch.

Im Original erschienen unter dem Titel Los autonautas de la cosmopista o Un viaje atemporal Paris – Marsella (Muchnik Editores).

100. Geburtstag von Julio Cortázar am 26. August 2014

Pressestimmen

»Eines der schönsten und bemerkenswertesten Reisetagebücher überhaupt.«

Kersten Knipp, Neue Zürcher Zeitung

»Eine Reise von Paris nach Marseille und hinein in ein Paralleluniversum der Poesie ... ein grandioser literarischer Bericht.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es gibt Ideen, die so vielseitig sind, dass sie ihren Glanz umso mehr entfalten, je länger man sie betrachtet.«

DIE ZEIT
»Cortázar erschafft Zwischenräume der Phantasie von unermesslicher Weite und grenzenloser Ausdehnung wie Meere; sie bieten alle Freiheiten, im Leben und in der Literatur.«
Süddeutsche Zeitung

»Herausgekommen ist ein überraschendes Buch über das Leben auf und neben der Schnellstraße ... Dunlops Fotografien sind klar und nüchtern, und es gelingt Dunlop ein ums andere Mal, eine überraschende Perspektive auf die eigentlich leeren und öden Orte zu finden ... Allein dafür lohnt es sich, das Buch aufzuschlagen.«

Tobias Lehmkuhl, Deutschlandradio Kultur Online

»Die Autonauten auf der Kosmobahn lautet der Titel jenes schwer verdaulichen, hochgelehrten, unwahrscheinlich heiteren und verstörend privaten Buches, das aus dieser Versuchsanordnung entstanden und nun, zum Glück, auf Deutsch neu wiederaufgelegt worden ist.«

Ronald Düker, Cicero

»Ungeheuer heiter … eine unklassifizierbare Melange aus klassischem Logbuch, teilnehmender Beobachtung, Satire, Brief- und Schelmenroman, literaturgeschichtlich hyperinformierter Reisejournal-Kolportage, promenadologischem Manifest und bodenlos rührender Lovestory.«

Ronald Düker, Literaturen

»Cortázars Geltung in der Literatur des 20. Jahrhunderts steht außer Frage … die Themenvielfalt seines Werkes macht ihn zu einem universellen Autor.«

Deutsche Welle

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